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Tipps: Die Fotos deines Lebens 1

Meistens fällt einem erst dann auf, was man vergessen hat, wenn der große Tag schon vorüber ist. Sarah zum Beispiel wollte unbedingt ein Bild von ihrer tollen Schleppe haben. Und Gabriela hätte darauf bestanden, dass der Fotograf alle Gästepaare und -familien vor einem schönen Hintergrund porträtiert. Aber die Chance ist wohl vorbei.
Immerhin: Die romantischen Pärchen-Motive im Grünen, die sich beispielsweise wegen Dauerregen nicht umsetzen ließen, könnt Ihr bei einem After-Wedding-Shooting nachholen (mehr dazu erzählt euch Juli demnächst) – zumindest, falls Ihr Euren Herzmann dazu überreden könnt, nochmal für einen Tag in Anzug, Smoking & Co. zu schlüpfen.

In jedem Fall ist der Fotograf aber Euer Dienstleister und dementsprechend entscheidet Ihr, was er fotografiert und wie. Nicht zuletzt bezahlt Ihr ihm eine Menge Geld dafür, also könnt Ihr auch so einiges verlangen. Natürlich werdet Ihr die schönsten Erinnerungen an den Hochzeitstag immer im Herzen behalten – trotzdem sind es die Hochzeitsfotos, die Ihr Euch in den nächsten Jahren immer wieder anschauen werdet. Und erfahrungsgemäß sind es auch diese Motive, die besonders im Gedächtnis hängen bleiben. Um so wichtiger, dass Ihr Euch nicht darüber ärgern müsst!

Und genau aus diesem Grund ist es so wichtig, bei der Auswahl des Fotografen ganz genau hinzuschauen, damit Ihr im Nachhinein keine bösen Überraschungen erlebt.
Foto-Tipps

Keine Frage, (gute) Hochzeitsfotografen sind begehrt – und gerade, wenn Ihr Euren großen Tag in der Hauptsaison von Mai bis August oder an einem Feiertagswochenende plant, müsst Ihr mit langen Vorbuchungsfristen rechnen. Es ist durchaus üblich, den Fotografen schon ein Jahr im Voraus zu buchen – und eine Anzahlung (etwa ein Drittel der Gesamtkosten) zu leisten. Trotzdem solltet Ihr Euch die Zeit nehmen, euch die Arbeiten von möglichst vielen Fotografen anzuschauen um ein Gefühl für Stil und Möglichkeiten zu bekommen und Angebote von ihnen einzuholen. Ihr könnt durchaus eine Entscheidungsfrist von bis zu vier Wochen oder länger aushandeln. Nutzt diese und lasst Euch nicht von Aussagen wie „Ich habe in der Zwischenzeit drei Anfragen für Euren Termin bekommen, Ihr müsst Euch jetzt entscheiden“ unter Druck setzen.

 

Heutzutage gibt es viele moderne Fotografen, die ausgefallene Ideen für Bildkompositionen mitbringen. Schaut Euch Beispielgalerien an und findet heraus, was Ihr Euch genau vorstellt – prüft außerdem, ob der Stil des Fotografen zu euren Wünschen passt. Wollt Ihr eher romantisch auf der Wiese nebeneinander liegen oder bevorzugt ihr lockere Situationsaufnahmen? Es gibt wirklich große Unterschiede – und ein Fotograf, der sich selbst eher als urbaner Fotoreporter definiert, wird möglicherweise kein gutes Händchen für verträumt-romantische Motive haben.

 

 

Außerdem solltet Euch überlegen, ob Ihr eine komplette Hochzeitsreportage haben möchtet, bei der Ihr den ganzen Tag (also 6 bis 12 Stunden) vom Fotografen begleitet werdet. Oder belasst Ihr es bei einem klassischen Brautpaar-Shooting? Das kann einen großen Einfluss auf den Gesamtpreis haben – und oft ist das Preis-Leistungs-Verhältnis für eine Hochzeitsreportage deutlich besser, als die vergleichsweise hohen Kosten für einen 2-Stunden-Foto-Termin.

 

 
Der vielleicht wichtigste Tipp zur Auswahl des Fotografen: Vereinbart ein Treffen BEVOR Ihr den Vertrag unterschreibt! Der Fotograf kann per Mail oder am Telefon noch so nett klingen und die Bilder auf seiner Website können noch so toll aussehen. Wenn die Chemie zwischen Euch nicht stimmt, werdet Ihr Euch an Eurem Hochzeitstag nicht zu 100 Prozent wohl fühlen (gerade, wenn der Fotograf schon beim getting ready dabei ist). Und man wird es auf den Fotos sehen, ob es zwischen Euch und dem Fotograf passt. Klingt komisch, ist aber so.

 

 
Besprecht in Ruhe mit Eurem Fotografen, wie viele Bilder Euch nach der Hochzeit zur Verfügung gestellt werden und in welcher Form das geschieht: Ob USB-Stick oder Online-Galerie (mit oder ohne Passwort), ob mit oder ohne Wasserzeichen, ob in reduzierter oder voller Qualität. Das sind sehr wichtige Informationen, die Ihr unbedingt ansprechen müsst. Ihr ärgert Euch sonst, wenn Ihr beispielsweise nur wenig Bilder habt. 300 klingt viel, sind es aber im Endeffekt nicht.

 

 

Außerdem müsst Ihr Euch unbedingt Gedanken über die Frage der Bild- beziehungsweise Veröffentlichungsrechte machen. Denn davon hängt ab, in welcher Form Ihr – und übrigens auch der Fotograf – die Aufnahmen nach der Hochzeit verwenden dürft. Üblich ist es beispielsweise, dass der Fotograf eine Auswahl der Bilder auf seiner Homepage, seinem Blog oder zum Vorzeigen in seinem Ladengeschäft verwenden darf. Vereinbart auf jeden Fall, dass Fotos erst nach Freigabe durch Euch zu Werbezwecken verwendet werden – und lasst Euch das schriftlich geben! Bedenkt auch, dass Ihr nach der Hochzeit vielleicht das Bedürfnis habt, Eure Fotos ganz für Euch zu behalten oder nur ausgewählten Personen zu zeigen. Viele Fotografen räumen gegen einen Aufpreis den Verzicht auf Veröffentlichung ein.

Auf Sarahs Hochzeit gab es übrigens ein Foto- und Handy-Verbot. Die Gäste sollten jede Situation in Ruhe genießen und nicht alles „durch die Kameralinse“ erleben. Diesen Wunsch hat Sarah bereits im Hochzeits-ABC vermerkt, das alle Gäste schon mit der Einladung bekommen haben. Daher wurde auch etwas mehr Geld in den Fotografen investiert. Vereinbart waren 350 Bilder, großzügigerweise gab es dann 500 bearbeitete Aufnahmen in einer Online-Galerie und zusätzlich in voller Bildqualität auf USB-Stick. Im Paket waren weiterhin 30 Fotoabzüge im Format 15×20 cm enthalten. Die Fotografen, es war ein Pärchen, waren vom getting ready bis zum Abendbrot dabei und haben in Summe rund 1.500 Euro gekostet.

Für Gabriela waren Papierausdrucke weniger wichtig. Dafür wollte sie lieber möglichst viele Bilder in hoher Qualität ohne Wasserzeichen als Datei. Die komplette Hochzeitsreportage von 12 Stunden hat rund 900 Euro gekostet, dazu kamen weitere 150 Euro Aufpreis für den Verzicht auf Veröffentlichung. Dafür gab es über 600 Aufnahmen auf DVD und in einer Online-Galerie zur freien Verwendung.

Habt Ihr schon ein Angebot eingeholt und seid unsicher, ob die Leistungen passen oder habt weitere Fragen zur Auswahl des Fotografen? Schreibt einfach einen Kommentar unter diesen Post, wir „erfahrenen Bräute“ helfen Euch gerne und freuen uns über Euer Feedback.

Demnächst findet Ihr hier übrigens weitere Tipps für Euer Brautpaar-Shooting. Seid gespannt!

Detailreiche Grüße von

Gabriela und Sarah

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