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Magali und Sebastian: Eine Sommerhochzeit in Luxemburg Teil 1

„Und dann wird dieser eine Tag kommen, mit Kniefall und Heiratsantrag, kurz darauf die standesamtliche Hochzeit und am Tag danach die kirchliche Trauung!“ So hab ich’s immer geträumt, und war auch der festen Überzeugung, dass es nur so laufen könnte. Lasst mich Euch einen Einblick in die zwei bisher schönsten Tage unseres Lebens geben.

Als Sebastian und ich so um die drei, vier Jahre zusammen waren, kam das Thema Hochzeit immer öfter auf. Ende 2011 haben wir rumgealbert und uns überlegt, was denn eigentlich ein tolles Datum wäre. Warum nicht unser Jahrestag, der 3.6.? Das Datum war schnell vom Tisch, denn der erste 3. Juni den auf einen Samstag fällt, ist 2017. Das war uns echt zu lange!

Aber Moment mal, und der Heiratsantrag? Richtig, den gabs bis dahin, trotz Druck von allen Seiten („Ihr seid doch schon eeeeeewig zusammen, es wird mal Zeit…“) nicht! Aber er lag in der Luft, irgendwie… Für mich lag er so sehr in der Luft, dass ich begann, mir alles mögliche zusammen zu spinnen und überall Indizien zu sehen. So haben wir einen Kurztrip nach Paris im Januar 2012 gebucht. Für mich DAS Zeichen. Einige Tage bevors nach Paris ging, meinte Sebastian so ganz nebenbei, dass ich nicht erwarten sollte mit nem Ring aus Paris zu kommen… So wars dann auch, Paris war toll, aber nen Heiratsantrag gab es da nicht!

So wurde es dann Februar 2012, wir waren an der belgischen Küste und es war eigentlich Tradition, dass Sebastian mich jedes Mal wenn wir dort waren, einmal bekocht. Ein großes 5-Gangmenü mit allem drum und dran. So auch an diesem 21.2.2012. Das Essen war ausgezeichnet, der Abend perfekt. Nur etwas war anders… Sebastian gab sich noch tausend Mal mehr Mühe beim Kochen, er stand irgendwie neben sich. Als wir alles verputzt hatten, saßen wir noch gemütlich auf der Couch. Bis Sebastian aufstand, etwas murmelte und kurz verschwunden war. Er kam zurück, und ich bemerkte plötzlich dass er scheinbar nicht ohne Grund die Hände hinter seinem Rücken hatte.


Und ehe ich wusste, was geschah, ging der Herzmann in die Knie und stellte die Frage aller Fragen! Gleichzeitig öffnete er die Schatulle mit dem wunderschönen Ring. Der Antrag war genau so, wie ich ihn mir immer erträumt hatte, romantisch, nur wir zwei. Perfekt! Wusstet ihr dass es möglich ist vom Grinsen Muskelkater zu bekommen? So erging es uns jedenfalls.

Für uns wars einfach erstmal nur wunderschön verlobt zu sein, ich war happy, konnte kaum glauben, dass der Mann meiner Träume tatsächlich sein ganzes Leben mit mir teilen wollte! Dennoch war das für viele „nicht genug“… Immer mehr Freunde/Bekannte wollten uns erklären, dass man im Jahr nach der Verlobung heiraten „müsste“. Sowas zog bei uns leider nicht, so sind wir nicht, WIR entscheiden, wann es passt. Also haben wir weiter am Jahr 2014 festgehalten! Das Datum war auch relativ schnell klar. Wir wollten nicht zu lange vor oder nach unserem Jahrestag (3. Juni) heiraten, und es sollte ein „schönes“ Datum sein: Unsere Wahl für die kirchliche Trauung fiel also auf den 7. Juni 2014.

Die zweite Frage, die sich stellte: Wann wollen wir standesamtlich heiraten? Am Samstag der kirchlichen Trauung sollte es auf keinen Fall sein, das war uns beiden von Anfang an zu stressig; außerdem ist es bei uns in Luxemburg quasi unmöglich standesamtlich an einem Samstag zu heiraten! Vielleicht an unserem Jahrestag, dem 3. Juni? Auch nicht gut, denn der fiel 2014 auf einen Dienstag, kein Tag der uns gefiel. Dann kam die Idee, gleich eine ganze Hochzeitswoche zu haben… Am 3. Juni unseren Jahrestag feiern, am 5. Juni standesamtlich heiraten und am 7. Juni dann kirchlich Ja zu sagen. Das klang perfekt und die Vorstellung gefiel uns sehr gut. So wurde es dann auch festgehalten und wir waren glücklich mit der Idee! So standen die Hochzeitsdaten also fast zwei Jahre im Voraus fest, perfekt um sich in Ruhe Gedanken über Location, Kirche, Gästeliste, Fotograf und und und zu machen!
Bei der Kirche gab es eigentlich nicht viel Überlegungsbedarf. Bei uns in Luxemburg ist es Tradition, dass das Paar in der Kirche des Dorfes/der Stadt heiratet wo die Braut ursprünglich herkommt. So als „Abschied“, weil sie früher ja erst dann das Elternhaus verlassen hat. Ich hatte mich schon sehr früh in „meine“ Dorfkirche verliebt. Ich war dort getauft worden und hatte auch dort meine Erstkommunion. Nachdem wir uns sowohl die Kirche als auch einige Messen mit dem Pfarrer angeschaut hatten, stand fest: Es muss diese Kirche sein! Wir sind beide keine großen Fans von riesigen Hochzeiten mit 200 Gästen. Somit war auch diese Wahl die Richtige: Unsere Kirche war nicht riesig, aber groß genug, damit um die 80 Gäste darin Platz finden konnten.

Nun zur Location. Eigentlich war uns relativ klar was wir wollten, einen schönen hellen, modernen aber trotzdem etwas edlen Raum, eventuell ein kleines Schloß und am Besten einen Park mit dabei. Klingt einfach? War es aber nicht! Luxemburg ist nämlich kein großes Land und somit gibts nur ungefähr fünf bis sechs schöne, hochzeitstaugliche Locations… Wir hatten uns bei unserer Internetsuche in ein kleines Schloß an der Mosel verliebt. Bei dem Besuch fiel diese Location aber durch: Es war vollkommen ungepflegt, der Park voll mit Unkraut und auch der Saal war nicht tauglich für die Art von Feier, die wir uns vorstellten. Was für ein Glück, dass wir uns gegen diese Location entschieden: nur einen Monat später wurde das Schloß verkauft, da nicht mehr genügend Geld reinkam!

Dann gab es da noch eine Location, eine Orangerie mitten in einem Park, nahe der französischen Grenze. Auf den Bildern im Internet sah man fast nichts, und für mich war die Location eigentlich schon aus Prinzip aus dem Rennen, aber der Herzmann wollte sie unbedingt live sehen. Wir kamen an, und es war Liebe auf den ersten Blick. Ein wunderschöner großer Raum, mit riesigen Fenstern, kitschigen Leuchtern, einfach nur perfekt! Da war’s um uns geschehen und die Location war gefunden. Wir haben SOFORT gebucht!

Danach war erstmal Ruhe, wer plant schon im Detail zwei Jahre im Voraus? Morgen erzähle ich euch, dass man zwar viel planen kann, dass es aber eben manchmal trotzdem alles anders kommt.

Bis dann,

Eure Magali

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