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Inspiration: Candy Bar a la Bridezillas

Süße Leckereien zum Selbermachen und die besten Tipps und Tricks, mit denen die Planung eurer Candy Bar zum Kinderspiel wird, haben wir euch diese Woche schon in den ersten beiden Teilen von unserem großen Special vorgestellt. Wir freuen uns sehr darüber, dass euch die Beiträge so gut gefallen haben! Zum (vorläufigen) Abschluss unserer Post-Reihe wollen wir euch gerne zeigen, wie wir Bridezillas unsere Candy Bars gestaltet haben. Seid ihr schon neugierig? Dann nix wie Klicken!

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Juli

Auf Pinterest entdeckte ich den neuen Trend einer Candy Bar. Ich war sofort Feuer und Flamme. Ich liebe Süßigkeiten sowieso über alles und von der Idee, Süßes in den Hochzeitsfarben zu bestellen und nett auf Etagèren und in Bonbonnieren zu drapieren, war ich sowas von angetan, dass der Mann gar keine Chance hatte mir diesen Wunsch auszuschlagen. Erst überlegte ich, so einen Tisch voller Süßigkeiten zu mieten. Bei den Preisen dazu drehte sich mir allerdings der Magen um. Eine andere Idee entdeckte ich auch auf Pinterest. Und zwar wurde dabei ein Tischkamin aufgestellt und über den offenen Flammen konnten die Gäste Marshmallows rösten und anschließend mit Butterkeksen und anderen Toppings zu einem Marshmallow-Sandwich zusammenstellen. Na habt ihr Herzchen in den Augen? Ich jedenfalls schon, nur erlaubte unsere Hochzeits-Location kein offenes Feuer aufgrund des Denkmalschutzes.

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Also zurück auf Anfang und es musste eine Candy Bar her, natürlich im Vintagestil. Ich kaufte eine Etagère gebraucht bei Ebay und erstand eine zweite bei Nanu Nana, wo ich auch zwei unterschiedlich große Bonbonnieren erwarb. Außerdem kaufte ich Tortenteller auf dem Flohmarkt. Ein Kerzentablett von Ikea diente unter anderem auch als Süßigkeitenteller. Unsere Candys bestellten wir hauptsächlich bei World of Sweets. Für einige Extras wie z.B. Lollis mit Herzen oder Gummitierchen in Herzform fuhren wir zum Großhandel.

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Für die Dekoration besorgte ich außerdem zwei alte kleine Tischchen, auf denen das Ganze angerichtet werden sollte. Dafür fuhren wir extra einen Tag nach Lübeck in ein uriges Antiquariat. Freunde von uns stellten uns eine alte Holztruhe zur Verfügung und bei meinem Lieblingsschweden erwarb ich Spitzenvorhänge, die ich als Tischdecke zweckentfremdete. Alte Weinkisten von einem Weinhändler aus unserer Region benutzte ich, um mehrere Ebenen zu errichten. Schon beim Probeaufbau in den heimischen vier Wänden schlug mein Herz ein kleines bisschen höher. Sogar ohne Befüllung der Gefäße war alles perfekt.

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Auf unserer Candy Bar befanden sich: Raffaelos, Schoko Minzkissen, Herzlollis, Erdbeerschnüre, Gummitierherzen, Schülerkreide (ich bin ein Lakritzjunkie und fast alle meiner Freundinnen sind Lehrer), Brauseufos, Bonbons, selbstgemachte Cake Pops und natürlich meine heiß geliebten Hochzeitskekse. Außerdem wurde alles am Tag der Hochzeit mit frischen Blumen und Teelichtern dekoriert.

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Unser Candybags designte ich selber. Wir bedruckten einfach weiße Butterbrottütchen mit unserem normalen Laserdrucker. Da die Wand über der Candy Bar so leer wirkte, kaufte ich bei Nanu Nana noch einen Bilderrahmen in dem alle Hochzeitsfotos unserer Familie einen Platz finden sollten. Drumherum hingen Bilder von Freunden und Verwandten. So hatte man nebenher gleich noch etwas zu gucken. Mit Hilfe von alten Zuckerzangen vom Flohmarkt und Hochzeitslöffeln, die ich von meiner Mama geschenkt bekommen hatte, konnten sich die Gäste leicht an der Candy Bar bedienen. In den alten Koffern die wir noch zusätzlich als Raumdekoration organisiert hatten befand sich ein wunderschönes Blumenarrangement. Und damit man auch wusste mit was für einem Tisch man es zu tun hatte, malte ich auf eine alte Holzdiele, die Freunde bei ihrem Hausumbau herausgerissen hatten, die Aufschrift „Candy Bar“. Das Dekorieren und Arrangieren übernahm unser Catering für uns, sodass auch die Candy Bar für uns an diesem Tag eine Überraschung war.

Gabriela

Wann genau ich das „Konzept Candy Bar“ für mich entdeckt habe, weiß ich schon gar nicht mehr, jedenfalls muss es noch ziemlich zu Anfang der Planungsphase gewesen sein, als ich stundenlang im Internet surfte, mir Hochzeitsreportagen aus aller Welt anschaute und jede Menge Ideen für den großen Tag sammelte. Denn anders als viele Freundinnen, die schon in der Schulzeit genau wussten, wie ihre Hochzeiten mal aussehen sollten (inklusive Brautkleid und natürlich Traum-Bräutigam), hatte ich keinerlei konkreten Vorstellungen von meiner eigenen Hochzeit.

Daher fing ich erst nach dem Antrag damit an, mich mit dieser Frage auseinander zu setzen – und da ich Journalistin bin, fiel die Recherche dann doch recht intensiv aus. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wollte eine Candy Bar. Unbedingt. Mein Mann hatte so seine Zweifel an der Genialität der Sache, lies mich aber – wie meistens – einfach machen und war am Ende vom Ergebnis begeistert. Und wenn ich mir die Fotos von unserer Candy Bar anschaue, bin ich schon ein kleines Bisschen stolz – und würde am liebsten sofort nochmal zugreifen.

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Die Location für unsere Feier war mit der elterlichen Scheune genauso schnell gefunden, wie der Stil – entspannt, vintage-inspiriert, aber nicht zu kitschig. Farbschema: Pastelliges Rosa (für mich), Hellgelb (für meinen Schatz) und Kraftpapierbraun (um alles etwas zu erden). Genau das war dann auch die Vorgabe für die Optik unserer Candy Bar.

Unsere Scheune ist im Inneren in verschiedene Bereiche unterteilt und ich funktionierte kurzerhand die beiden Pflanztische meiner Mutter zur Süßkram-Ecke um – auf der einen Seite bauten wir die Candy Bar auf, direkt gegenüber das Kuchenbuffet. Ursprünglich wollte ich eine kombinierte Absacker- und Candy-Bar, habe mich aber im Hinblick auf die vielen Gästekinder  – die sich in der Tat reichlich am Sweet Table bedienten – kurzfristig doch noch dagegen entschieden, sodass von meiner „Strong and Sweet“-Wimpelkette nur noch das „Sweet“ übrig blieb. Eine Bastelanleitung dafür findet ihr übrigens hier.

Bridezillas-bloggen-Candy-Bar-Gabriela-Kuchenbuffet

Als Basis für die Candy Bar habe ich wie Juli Spitzengardinen von Ikea und mehrere alte Weinkisten aus den Beständen meines Vaters verwendet; wer eine Vintage-Hochzeit plant, kann nur davon profitieren, aus einer Familie überaus erfolgreicher Jäger und Sammler zu stammen. Und so waren auch die weiteren Deko-Gegenstände – unter anderem eine lange Perlenkette meine Oma, eine Blumenkugel mit Rosenmuster, die rosa Prosecco-Dose, die wir auf einer Hochzeitsmesse geschenkt bekommen hatten, Windlichter vom Möbelschweden und ein Lebkuchen-Herzerl vom Oktoberfest – schnell gefunden.

Die kraftpapierbraunen Initialen aus Pappmaché – gewissermaßen ein Must-have auf allen DIY-Hochzeiten 2014 – gibt’s beispielsweise bei Idee Creativ zu kaufen. Außerdem hatte meine Mama zwei große Hortensien spendiert, die auf dem Boden standen und neben der Spitzendecke die Beine des Pflanztischs kaschierten. Abgerundet wurde die Deko durch selbstgebastelte Pompoms, Pinwheels, mehreren Flaschenvasen mit Blumen und einem Candy-Bar-Schild, die kostenlose Druckvorlage dafür findet ihr bei Evermine.

Die Bonbon-Gefäße hatte ich teilweise schon in meinen Beständen (ursprünglich als Vorratsgläser für Pasta und Co.), einige kaufte ich bei Nanu Nana und Mömax dazu. Die Etagère entdeckte ich auf dem Weg zur finalen Brautkleidanprobe in einem kleinen Lädchen in Freising – wenn das kein Zeichen war. Optisches Highlight der Candy Bar war jedoch meine antike Kristallglas-Bonboniere. Diese ersteigerte ich für unter 10 Euro inklusive Versand während des WM-Endspiels via Ebay, als ich das Zittern und Bangen vor dem Götze-Tor in der Verlängerung nicht mehr aushalten konnte…

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Insgesamt habe ich rund sechs Kilo Süßigkeiten bei World of Sweets bestellt. Darunter Schaumzucker-Bananen, saure Colaflaschen, gelb-weiße Schnüre mit Zitrone-Buttermilchgeschmack, saure Herzen, rosa-gelb-weiße Marshmallows in Rautenform, Katjes Tropifrutti und Yoghurt Gums (vegetarier-kompatibel). Ebenfalls gelatinefrei waren Fruchtgummis aus der Apotheke. Dazu kamen noch eine Handvoll rosa Lollies, Maoams, Brauseherzen in Pastell-Farben und Ahoi-Brause (allerdings nur die gelben und rosa Päckchen, die restlichen Farben gab es dann zu später Stunde mit Wodka).

Zum Portionieren habe ich außerdem noch Eiszangen von Ebay, eine Portionierschaufel aus der Haushaltsabteilung von Karstadt und Spitztüten in zwei Größen in pink-weiß und gelb-weiß bereitgestellt; alles arrangiert in einem Spitzenwindlicht und einem nostalgischen Übertopf von Ikea. Deko und Unterbau der Candy Bar habe ich am Vortag aufgebaut und auch die Gefäße befüllt, für das finale Arrangement hat meine zauberhafte Brautjungfern-Nichte dann am Hochzeitsmorgen gesorgt.

Ob ich mich wieder für eine Candy Bar entscheiden würde? Ja klar! Ob ich heute etwas anders machen würde, wenn ich noch einmal planen müsste? Vielleicht würde ich auf den klassischen Nachtisch verzichten und die Candy Bar um leckeres Backwerk wie Cake Pops, Gugls oder Cupcakes ergänzen. Oder einen Schokobrunnen integrieren… In jedem Fall würde ich aber die geblümte Porzellan-Suppenschüssel aus Omas Beständen, die ich leider erst nach der Hochzeit entdeckt habe, mit einer weiteren süßen Sünde füllen.

Sarah

Zwölf Tage vor der Hochzeit stimmte jmein Herzmann endlich einer Candy Bar zu. Ich wollte mich eigentlich ohne abfinden, aber wenn man schon einmal die Möglichkeit hat, dann natürlich gern. Die Süßigkeiten dafür habe ich ausschließlich bei World of Sweets bestellt. Die Suche ging ganz einfach nach Farben zu filtern und so wanderten neun Kilo Süßkram ganz fix in den Warenkorb. Die Gläser habe ich teilweise daheim gehabt und ein paar zusätzliche bei Depot gekauft.

Unsere Candy Bar sollte eher schlicht und modern sein, deswegen habe ich mich gegen geriffelte oder verspielte Gläser entschieden. Um die Süßigkeiten zu greifen, suchte ich so einige Zuckerzangen aus der ganzen Familie zusammen, weil es dann mittlerweile wirklich zu spät war, um richtige Candy-Bar-Werkzeuge zu bestellen. Als Transportmittel für die Gäste dienten Cupcake-Becher von Städter in den Hochzeitsfarben. Etwas besonderes waren unsere Candy-to-go-Becher, welche ich bereits vorbereitet hingestellt habe und spätestens am Ende der Feier allen Gästen in die Hand drückte. Die Reaktionen auf diese kleinen „Geschenke“ waren wirklich einmalig. Was ich dazu alles verwendet habe, lest ihr hier.

Sarah

Zur Dekoration der Gläser verwendete ich hauptsächlich pinkes Satinband, welches ich bei Casa di Falcone in rauen Mengen erstanden hatte und die Papieranhänger samt Aufkleber, die bereits an so einigen Stellen unserer Hochzeitsdeko auftauchten. Leider reichte die Zeit nicht, um mich nach Ebenen, wie Holzkisten oder kleinen Podesten, umzuschauen. Lediglich eine Etagère, die ich auch bei Depot günstig entdeckt hatte, baute ich in die Mitte mit ein und meine Nachbarin half mir, 40 Cupcakes dafür zu backen.

In den Behältnissen zu finden waren: Zuckerstangen, Schokolinsen, Schokokissen, Haribostangen (zerschnitten), Lollies, Bonbons, Herzen mit und ohne Schaum, Jelly Beans in der Hello-Kitty-Edition und die selbstgemachten Cupcakes. Außerdem hatte ich die einfachen Bilderrahmen vom Lieblingsschweden mit Love-is-Sweet-Lasercut-Kärtchen verziert. Übrige Candys verpackte ich in kleinere Smoothiebecher und verteilte sie mit den Dankeskarten an Nachbarn und Bekannte. Insgesamt fanden alle Gäste die Candy Bar sehr gelungen und natürlich freuten sich gerade die kleinen Gäste besonders über die süßen Verführungen.



Wir sind schon sehr gespannt, wie und in welcher Form ihr eine Candy Bar für eure Hochzeiten plant und freuen uns, wenn ihr uns Fotos davon per Mail schickt oder @bridezillasbloggen via Instagram und dem Hashtag #bridezillascandybar auf euren Bildern verlinkt!

Süße Grüße von euren Bridezillas

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