1 In Hochzeitsreportagen

Laura und Felix: Hochzeit in Pink und Gelb Teil 1

Was wäre ein Hochzeitsblog ohne Fotos von romantischen, individuellen, kreativen und in jeder Hinsicht einzigartigen Hochzeiten? Von hinreißenden Brautpaaren und ausgefallenen Deko-Ideen? Richtig – nur halb so schön! Daher freuen wir uns ganz besonders, dass Laura und Felix für uns Fotos und Texte mit jeder Menge Anregungen für Brautpaare und ganz viel Stoff zum Träumen und Mitfiebern zur Verfügung gestellt haben. Und hier ist sie: Unsere erste Hochzeitsreportage zu Lauras gelb-pinkem Hochzeitstraum!

Mein Mann und ich sind am 7. Februar 2015 genau 11 Jahre zusammen. Schon lange stand (zumindest für mich) fest, dass ich im 10. Jahr unserer Beziehung heiraten wollte. Und auch für meinen Mann war es klar, dass wir beide irgendwann mal den großen Schritt wagen würden. Da ich im Freundeskreis Freundinnen hatte, die bereits geheiratet hatten bzw. mitten in den Vorbereitungen steckten, wusste ich, dass ich auch mindestens ein Jahr Planungszeit benötigte, um alles so zu haben, wie ich es wollte.

So kam also das Jahr vor dem 10. Jahrestag. Es startete damit, dass ich zum Geburtstag Anfang März von meinem Mann eine Reise nach Paris im Mai geschenkt bekam. Paris – das war mein absoluter Traum gewesen. Ich wollte da unbedingt mal hin – und dann auch noch die Stadt der Liebe. Konnte es was Besseres geben, als dort einen Antrag zu bekommen?! Ich sah es schon alles vor mir. Wir, der Eifelturm und ein wunderschöner Diamantring, den ich übrigens auch immer mal wieder im Schaufenster eines Münsteraner Juweliers gezeigt hatte. 

To cut a long story short – Wir fuhren nach Paris, verbrachten tolle 3 Tage und ich kam ohne Verlobungsring am Finger wieder nach Hause. Oh war ich gefrustet! Zumal eine weitere Freundin genau in den Tagen von ihrem Freund einen Antrag bekam. Menno!

Es kam der Sommer. Es stand eine Woche Sylt an. Und wieder war sie da, diese doofe Erwartungshaltung. Es war ja auch schon Juni und wenn man 1 Jahr Vorbereitungszeit braucht und so… Der Druck (in mir) stieg also.

Auch hier fasse ich mich kurz, wir kamen mit dem Entschluss aus dem Urlaub wieder, zu heiraten. Allerdings hielten wir uns offen ob 2014 oder 2015. Da das Jahr ja schon etwas fortgeschritten war, wollten wir gucken, ob unsere Traumlocation 2014 überhaupt noch verfügbar war. Wenn ich das hier alles so lese, war das wirklich ganz schön unromantisch.

Urlaub also vorbei und direkt einen Termin im Landhotel Beverland vereinbart. Das Treffen folgte noch in unserer letzten Urlaubswoche. Da wir schon im Internet vollkommen angetan von dieser Location waren, wurden unsere Erwartungen beim Besuch nur mehr als erfüllt. Hier wollten wir feiern. Es gab da noch freie Termine für 2014, allerdings keine Samstage mehr. Man bot uns Freitag, den 25. Juli 2014 als mögliches Datum an. Ich war erst total dagegen, aber Gespräche mit unseren Eltern bestätigten uns hinterher, dass wirklich nichts gegen eine Hochzeit an einem Freitag sprechen würde. Unsere Kirche bietet sogar regulär freitags Trauungen an. Wir haben schlussendlich zugesagt. Also war auch die Findung unseres Hochzeitsdatums eine eher unromantische Kiste.

Ich stürzte mich in die Vorbereitungen und rechnete gar nicht mehr mit einem klassischen Antrag, bis zu dem einen Donnerstag – Donnerstag der 25. Juli 2013! Nach einem normalen Arbeitstag verkroch ich mich nach dem Essen gemütlich in Jogginghose mit meinem Laptop auf die Couch, um weiter meinem neuen Hobby nachzugehen, als plötzlich unsere Anlage sich von selbst einschaltete und daraus der Soundtrack zu „Tatsächlich Liebe“ zu hören war.

Mein Mann kam mit einem verschmitzten Lächeln um die Ecke und meinte zu mir, ich solle mich mal gerade hinsetzen. Und dann ging er wirklich noch auf die Knie und machte mir doch noch hochoffiziell einen Antrag – mit Ring. Er meinte zu mir, dass er sich doof vorkommt, dass er es nicht schon früher gemacht hat und das er es jetzt auch nicht dabei bewenden lassen wollte. Ohhhh… ich war der glücklichste Mensch der Welt! Und so hat der 25. Juli halt dann doch noch irgendwie eine Bedeutung bekommen. Und nun konnten die Vorbereitungen mit neuem Schwung und so richtig losgehen!

Der drittwichtigste Tag im Leben einer Braut ist sicher nach dem Antrag und der Hochzeit an sich – der Kauf des Brautkleides. Auch dieses Erlebnis verlief bei mir etwas anders, als man sich das wohl im Allgemeinen so vorstellt. Auch ich hatte die Vorstellung von reservierten Terminen in Brautmodengeschäften und Sekt mit Mama und Trauzeugin.

Wie gesagt: Es kam anders. Im September hatten wir geplant, nach New York zu fliegen. Alles war vorbereitet, die Dollar lagen bereits zu Hause und einen Woche bevor es los gehen sollte, hatte der Mann einen Vorsorgetermin beim Augenarzt, der darin endete, dass er sich in der Uniklinik wieder fand und Flugverbot bekam. Die Reise musste also storniert werden und er eine ganze Woche zur Behandlung dort bleiben. Meine Mutter wollte mich aufheitern und lud mich samstags morgens spontan ins Auto um einfach mal so durch die Münsteraner Brautmodengeschäfte zu stöbern. Lage sondieren sozusagen.

Im ersten Geschäft hatte direkt eine Verkäuferin für uns Zeit und ich konnte sogar ein paar Kleider anprobieren. Ein Kleid kam zumindest bei meiner Mama in die nähere Auswahl – ich konnte mich noch nicht so wirklich erwärmen. Da das Kleid allerdings reduziert war, war meine Mutti versucht, mich davon zu überzeugen, dass das mein Kleid sei.

Ich hab ihr dann gesagt, dass ich mich ja noch gar nicht in was anderem gesehen hätte und noch nicht wüsste, ob es das wirklich sei. Sie total cool: „Ja dann gehen wir jetzt noch zu Anabella (Daaaas Brautmodengeschäft am Platz!).“ Ich: „Bist du wahnsinnig, ohne Termin kriegen wir da auf einem Samstag nie im Leben eine Verkäuferin.“ Wir sind trotzdem hin und was soll ich sagen, eine Braut hatte ihren Termin abgesagt und eine Verkäuferin war just zu dem Zeitpunkt freigeworden, wo wir das Geschäft betraten. Ich war im Kleiderhimmel. Nach weiteren drei Kleidern hatte ich es dann … mein Kleid!

Ein Traum aus Spanien, komplett aus Spitze und natürlich aus der neuen Kollektion. Das Kleid war gerade einen Tag vorher aus dem Lager in den Laden geräumt worden und ich war die erste, die es anprobiert hat. Mama und ich waren direkt überzeugt. Ich wollte das Kleid allerdings noch meiner Schwester zeigen. Die Verkäuferin hat das Kleid dann eine Woche komplett aus dem Verkauf genommen, damit es nicht vorher abverkauft wurde. Ich kam dann nochmal mit Mutter und Schwester. Meine Schwester war auch direkt überzeugt. Und ich hatte sogar noch genug Zeit, dass mir ein komplett neues Kleid aus Spanien bestellt werden konnte. Der Kleidkauf war also perfekt.

Nun konnte ich daran gehen, die ganzen übrigen Accessoires zu planen. So war für mich von Anfang an klar, dass ich keine klassischen weißen Brautschuhe haben wollte. Pink sollten sie sein. Und als mein Mann sich dann beim Kauf seines Hochzeitsanzuges auch noch für eine pinke Fliege und einen pinken Kummerbund entschied, war die Sache endgültig entschieden. Ich suchte mir ein Paar einfärbbare Schuhe der Firma Elsa Coloured Shoes aus und ließ sie anhand einer Stoffprobe der Fliege in genau der gleichen Farbe einfärben. Das hat alles super geklappt und ist, wie ich finde, sehr individuell. Jede beliebige Farbe ist möglich. Gedauert hat das Ganze ca. 3 Wochen.

Unsere Ringe kauften wir übrigens im Dezember 2013 bei dem gleichen Juwelier in Münster, bei dem mein Mann auch meinen Verlobungsring gekauft hatte.“Marrying“ ist spezalisiert auf Trauringe. Wir haben uns von Anfang an super aufgehoben gefühlt und waren ganze zwei Stunden nur damit beschäftigt auf unsere Finger zu gucken. Wir entschieden uns letztlich für zwei ganz klassisch-schlichte Ringe aus Weißgold – meiner in glänzend, seiner in matt. Für mich gabs dann noch ein Vorsteckring aus Diamanten dazu. Auch bei der Gravur hielten wir es klassisch. Wir entschieden uns für beiden Namen und das Hochzeitsdatum. Eine klitzekleine Besonderheit gabs dann aber doch noch. Der Juwelier schenkte uns einen sog. „Lovestone“. Einen kleinen Diamanten im Inneren des Ringes.

In meinem nächsten Post erzähle ich euch, wie wir unsere Hochzeit weiter vorbereitet haben – bis zum Hochzeitstorten-Backen! Und natürlich werdet ihr auch noch alles rund um unseren großen Tag erfahren und dürft euch unsere Lieblingsbilder davon anschauen.

Seid gespannt und gedrückt von eurer

Laura

Fotos: Privat/Eileen Gruschka Photography

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Ein Kommentar

  • Reply
    5 Tipps- Ringkauf - Bridezillas bloggen
    14. März 2017 at 15:12

    […] gibt Möglichkeiten, einen kleinen Diamanten in das Ringinnere zu integrieren. Laura hat in ihrer Hochzeitsreportage davon erzählt. Auch diesen seht nur ihr. Meine Freundin hat sich in ihren Ring den Satz: […]

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