1 In Brautgeschichten

Anitas Pleiten, Pech und Pannen

Welche Braut träumt nicht von einer perfekten Hochzeit? Alles läuft exakt so, wie die monatelange, penible Planung vorgibt, die Sonne strahlt, kein Wölkchen am Himmel, jeder einzelne Gast ist zufrieden und es gibt nicht einen Punkt an dem man meckern könnte. Wahlweise kann natürlich auch Original alles schief gehen. Das wundervolle Brautkleid passt nicht, weil man doch zu optimistisch mit der Größe war, der Gottesdienst ist so emotionsgeladen wie die jährliche Steuererklärung und der Brautstrauß sieht aus wie aus einem Lehrbuch für durchschnittlichen Spießertum. Und genau das sind alles Gründe am Hochzeitstag tränenüberströmt die ganze Feier schlecht zu machen und die nächsten Jahre immer das Thema zu wechseln wenn das Gespräch auf die Hochzeit kommt, oder? Nö ganz und garnicht. Stattdessen hat man immer wieder Grund mit nem breiten Grinsen in Erinnerungen zu schwelgen und sich darüber lustig zu machen, wie kindisch man in der Vergangenheit reagiert hat.

Ihr könnt euch denken, dass uns genau diese Dinge passiert sind. Und da uns durch sämtliche TV Shows oder Hochglanzmagazine eingetrichtert wird, dass die eigene Hochzeit nur toll sein kann wenn alles läuft wie geplant, bin ich mir sicher, dass die eine oder andere Braut diese Geschichten eher unter den Teppich kehren würde. Das finde ich aber nicht richtig. Genau diese Pannen gehören zu euch wie alles andere und machen diesen Tag trotzdem – oder vielleicht auch gerade deswegen – absolut unvergesslich.Dass wir beide keine großen Organisationstalente sind, hatte ich in meinem letzten Post kurz erwähnt. Da wir uns aber eben für eine kleine und schlichte Hochzeit entschieden hatten, sahen wir keinen Grund darin uns an die üblichen Wedding To Do Listen zu halten. Wir hatten die Planung auch ohne gut im Griff. Oh mann hätte ich mich nur an diese Dinger gehalten :-DDoch auch die tollsten To-Do Listen der Welt und auch die akribischste Bridezilla können nicht verhindern, was das Schicksal für einen vorgesehen hat. So befanden wir uns mitten im Hochzeitsfieber, als mein Paps 7 oder 8 Wochen vor der Hochzeit ins Krankenhaus kam. Und da stehst also, bist eigentlich total glücklich und freust dich auf diesen besonderen Tag….und plötzlich wird dir der Boden unter den Füßen weggerissen und das letzte worauf du Lust hast, ist dir den Kopf wegen der Sitzordnung zu zerbrechen. Also tat ich das, was für mich das sinnvollste war. Ich schaute Steve an und sagte ihm, dass ich die Hochzeit absagen möchte. Nicht die Hochzeit selbst, nur die Kirche und die Feier. Schließlich konnte ich mir einfach nicht vorstellen, eine Party zu planen, obwohl ich nur an meinen Papa denken konnte. Meine Mum überzeugte mich aber davon die Feier nicht abzusagen, da ja er auch selbst total aus dem Häuschen war, mich zum Altar zu bringen und ihm das auch helfen würde zu genesen. Allerdings musste mein JGA daran glauben, weil ich es einfach nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte, mich mit meinen Mädels zu betrinken, während ich lieber mit meinem Dad zusammen sein wollte.

Was mir auch noch ziemlich viel Kummer bereitet hat, war mein Kleid. Das war eigentlich das erste was ich von der nicht existenten To Do Liste abhaken konnte. Ich hatte es gesehen, es als perfekt für mich empfunden und gekauft. Zack, zack, zack, wow das war ja einfach. Wenn alles so leicht klappt, wird die gesamte Planung ein Klacks. Leider hatte ich den Fehler gemacht, dass es lange Zeit bei mir hing und ich es jederzeit angucken und anprobieren konnte und den noch größeren Fehler es der einen oder anderen Person zu zeigen. Die Reaktionen auf das Kleid waren etwa „Das ist ja süß“ oder „Das passt zu dir!“ Ja es ist süß und ja es passt zu mir, aber war dann doch nicht so die Reaktion, die ich gerne hätte. Daher wurde meine Stimmung je öfter ich es anprobierte, immer schlechter. Immer lauter wurden die Gedanken „Dein Kleid ist nicht hübsch genug und du wirst keine WOW Braut sein.“ Und weil das nicht reicht, stellte ich auch fest, dass ich mit meinen Diätplänen auch etwas zu optimistisch war. So stand ich ungefähr einen Monat vor der Hochzeit da, fand mein Kleid scheußlich und konnte nicht mal den Reißverschluss zu machen. So stellt man sich die letzten Wochen vor der Hochzeit irgendwie nicht vor.

Freitags fand ja die standesamtliche Trauung statt. Nach einem gemütlichen Brunch im engsten Kreis fuhren wir auch schon wieder nach Hause um die restlichen Kuchen zu backen. Abends holte Steve die Blumen für die Tischdeko und meinen Strauß ab. Als ich die Blumen sah, fiel mir die Kinnlade runter. Ich hatte im letzten Post erwähnt, dass die Floristin und ich so toll auf einer Wellenlänge waren. Und genau aus dem Grund war es umso schlimmer für mich zu sehen, dass weder die Blumendeko, noch der Brautstrauß auch nur annähernd dem entsprachen, was ich mir gewünscht hatte. Mir kam es schon ein wenig komisch vor, dass die Floristin keine Alben mit Beispielarbeiten angeboten hat, aber nachdem wir uns fast eine Stunde unterhalten hatten, ich ihr gezeigt hatte, was ich mir vorstelle und wir uns einfach so wahnsinnig gut verstanden hatten, war das für mich kein Problem mehr. Ist ja schließlich echt cool, wenn jemand nicht total festgefahren ist und jeden Kunden ganz individuell berät und beliefert.

Zumindest in der Theorie….Praxis…nicht so ganz. Ich bin wirklich keine Blumenfrau, ich lege da einfach keinen Wert drauf. Natürlich wollte ich aber dennoch bisschen was und vorallem was hübsches und hatte auch die perfekten Blumen auf Pinterest gefunden. Ich wollte weiße Fresien mit ein paar blauen Akzenten für meinen Strauß. Für die Tischdeko so einzelne Gläser in verschiedenen Größen…schwer zu beschreiben. Steve extra noch die Rückbank des Autos umgeklappt, damit genug Platz ist. Er dort hingefahren, um die Blumen abzuholen. Sie drückt ihm einn Mini Mini Mini Karton in die Hand. Er „Und der Rest?“ “ Das ist alles“. Er schon bisschen Irritiert gewesen, wenn man die Menge der Blumen und den Geldbetrag den er ihr gegeben hatte verglich, dachte sich aber hmm ok, wird schon passen. Er fuhr zu mir nach Hause um die restlichen Kuchen abzuholen, ich schaute in das Auto und fragte nur ob das ein Witz sein soll. Die genaue Menge bekomme ich nicht mehr zusammen, aber wir hatten so ca. 24 Gläser ausgemacht, 3 pro Tisch. Das hatte ich auch bekommen, allerdings waren die Gläser etwa so wie die Kerzenduftgläser von Ikea…..die kleinen *Hüst*. Enthalten waren eine einzelne weiße Rose und bisschen Gestrüpp. Sau hässlich. Das lustige daran war, dass in dem Beispiel was ich ihr gezeigt hatte, Hortensien abgebildet waren und sie sagte „Hortensien machen wir nicht, das ist nicht ausgefallen genug“. Genau, kann mir kaum was ausgefalleneres vorstellen als weiße Rosen. Ich fragte nach seinem Anstecker, er verzog das Gesicht und zeigte ihn mir. Sowas furchtbares hatte ich noch nicht gesehen. Den Ärger abgeschüttelt und gefragt „Ja und wo ist mein Strauß?“ und da wars für mich dann völlig vorbei. Der totale Bridezilla Moment. Mit Deko oder nem Anstecker der nicht gefällt, kam ich ja noch klar. Aber mein Brautstrauß…ohne Worte. Potthässlich, mini klein, absolut spießig….nicht annähernd das was ich mir vorgestellt habe. Mit keinem einzigen Wort hatte ich weiße Rosen erwähnt, nicht einmal! Keine Ahnung wie man Fresien hören aber Rosen verstehen kann. Nichts gegen weiße Rosen, aber ich wollte einfach keine. Natürlich hatte ich ihr gesagt, dass ich nicht total festgefahren bin, aber seine eigene Kreativität sollte man trotzdem so ausleben, dass der Kunde noch das bekommt was er möchte.Da es schon relativ spät war, dachte ich, dass es keinen Sinn machen würde das noch zu reklamieren und wollte mich damit abfinden, ohne Strauß zu heiraten oder ihn direkt nach der Kirche wegzuwerfen. Daher tat ich das Einzige was mir in diesem Moment noch übrig blieb: Steve wurde angepöbelt, meine Mum angezickt und die nächsten 1,5 Stunden verbrachte ich heulend in meinem Zimmer.

Irgendwann schrieb ich meiner Freundin, die mir die Floristin empfohlen hatte, dass ich total enttäuscht bin. Die arme hatte so ein schlechtes Gewissen und sich so arge Vorwürfe gemacht, dass sie sämtliche Hebel in Bewegung setzte und mir einen neuen Strauß organisierte. Hochzeit gerettet….oder?Anita-Steve4Am nächsten Morgen ging es ganz früh mit meiner Mum und meiner Freundin zu meiner Friseurin. Hier möchte ich kurz mal erläutern, dass sie mich seit fast 2 Jahren kennt und ich immer super zufrieden mit ihr bin. Sie kennt mich auch im Alltag und weiß wie ich normalweise aussehe. Meistens gehe ich vor oder nach der Arbeit zu ihr. Das heißt sie kennt mich in Chucks, Jeans, irgendeinem Oberteil und meist dezentem Make-up. Daher war für mich klar, dass auch diesmal mein Make-up dezent sein sollte. Hatte ich ihr auch gesagt.

Schließlich wollte ich nicht aussehen wie jemand anderes. Wie ich eben, nur in hübsch. „Fake Lashes, dramatischer Lidstrich, ansonsten dezente nude Farben“. Wir fingen also mit dem Make-up an und ich merkte schon….“wow dauert schon lange…“. Als sie fertig war, hielt sie mir den Spiegel vor und was dann folgte war wirklich wie aus einem schlechten Film. Ich schaute mich im Spiegel an und schüttelte nur den Kopf „Nein….nein…nee…nein…nee…nein…nein….das geht nicht!“ Sie total verdattert, meine Mama und Freundin auch voll irritiert und ich sagte nur „So kann ich nicht heiraten“ und fing an zu weinen. Sie versuchte mir dann zu erklären, dass das Make-up nicht so wirkt, weil meine Haare ja noch nicht gemacht sind, aber zusammen mit den Haaren und dem Kleid solle es später ganz toll aussehen. Sie schlug mir dann vor, erst mal die Haare zu machen und das wir dann nochmal an die Schminke gehen würden. Also gut, wir den Platz gewechselt, der Riesen Spiegel vor mir…ich schau mich an…und direkt wieder angefangen zu weinen….jedes mal wenn ich in den Spiegel geschaut habe. Daher habe ich mich dazu entschieden einfach nicht mehr zu gucken.

So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich dachte immer ich würde mich ansehen und vor Freude weinen weil ich mich so hübsch finde. Nun saß ich da, zu pummlig für mein Kleid und mit nem Make-up was jeder Dragqueen Konkurrenz machen würde. Der Plan war um 11 Uhr Richtung Steves Wohnung zu fahren um uns dort weiter fertig zu machen, da um 13 Uhr die Trauung stattfand. Um 11.30 waren wir immer noch dabei meine Haare zu machen. Als sie fertig war, schaute ich mich an, zuckte mit den Schultern und sagte nur „Ich mags nicht“. „Ja aber das ist genau so wie die Probefrisur?“ „Ich mags trotzdem nicht“. Die Arme war total am Boden….ich glaub in ihrer gesamten Zeit hatte sie noch keine so tot unglückliche Braut.

Ich packte kommentarlos meine Sachen ein und ging zu meinem Auto. Die nächste 3/4 Stunde war der Horror und in diesem Moment möchte ich euch zwei Dinge ans Herz legen!

Kalkuliert GROßZÜGIG! Lieber noch eine Stunde oder zwei mehr, denn es dauert immer länger als man denkt. Zweitens sollte die Braut niiiiiiiiie fahren. Den Weg zur Wohnung bin ich gefahren, da mein Papa aus gesundheitlichen Gründen nicht fahren konnte. Wäre eigentlich auch kein Problem gewesen, weil ja alles soooo entspannt ist. Ich aber war so aufgewühlt, weil ich mir nicht gefallen habe, wir waren spät dran, ich musste rasen wie ne Irre und schaute ständig in den Rückspiegel und heulte ungefähr noch 4 mal. Mein Paps versuchte mich noch zu beruhigen, was einfach völlig gescheitert ist und ich noch wütender wurde. Und weil das alles noch nicht reichte, kamen wir wegen einem Unfall noch in einen Stau.

12.25 Uhr parkte ich das Auto. Vor der Tür warteten bereits mein Schwiegerpapa, der uns zur Kirche fahren wollte, meine Trauzeugin und mein Bruder mit Freundin und Patentante. Meine Trauzeugin lief mir mit den Worten entgegen „Nita du siehst so toll aus!“ Was darauf folgte war Heulflash Nr. 53664829. So hatte ich mir das nun wirklich nicht vorgestellt. Also schnell ab nach oben, ins Kleid gehüpft, glücklich gewesen, dass der Reißverschluss zu ging und ich trotzdem noch halbwegs atmen konnte (das Blumendrama hatte zumindest den Vorteil, dass ich nichts mehr essen konnte am Vortag), fix nochmal übers Make-up drüberpinselt, um zu retten was zu retten war, froh gewesen, dass durch die ganze Weinerei die Hälfte schon weg war, schnell noch ein Sekt runtergekippt und ab ins Auto.

Auf dem Weg zur Kirche bekam meine Trauzeugin eine Nachricht von ihrem Freund, wo wir denn bleiben. Steve wär schon fix und fertig, weil er befürchtet hatte ich komm nicht. 12.58 Uhr kamen wir an der Kirche an, meine Freundin mit dem neuen Strauß wartete schon vor der Kirche, drückte ihn mir in die Hand und verschwand direkt. Ich würde jetzt gerne sagen, dass es ab diesem Zeitpunkt besser wurde. Wurde es aber nicht. Der Organist fing an ohne darauf zu achten, dass die Gäste oder ich bereit waren und Steve schaute mich total versteinert an. Ich flüsterte ihm zu was los ist, ich dachte ich gefalle ihm nicht oder dass er vielleicht doch noch kalte Füße bekommen hatte. Er flüsterte zurück „Ich hab echt gedacht du kommst nicht“. Bäääm das ist doch genau so wie man es sich immer vorgestellt hat 😀 Vor kurzem habe ich diese Story auch Mia erzählt, die total schockiert war. In dem Moment wars aber ehrlich gesagt, einfach nur lustig, weil ich ihm tatsächlich das eine oder andere Mal gesagt habe, dass ich nicht komme, wenn ich mir nicht gefalle. Der Gottesdienst war ingesamt einfach schrecklich. Langweilig und emotionslos. Die 3. schönsten Momente waren, als meine Trauzeugin zusammen mit zwei weiteren Gästen gesungen hatte, der tränenreiche Trauspruch und der Gang die Kirche raus, als wir auf der Treppe standen und seine ganzen Kinder sahen.

Auch nach der Hochzeit wollte unser Pleiten-Pech-und-Pannen-Abo nicht aufhören. Während wir am Tag der Hochzeit und die ersten Tage danach noch super begeistert von unserem Fotografen waren, entpuppte sich dieser dann leider als totaler Fehlgriff. Ja wir haben schöne Fotos vom Hochzeitsshooting selbst, aber was bringen uns diese, wenn es dafür nicht ein tolles Bild der Brauteltern gibt, der Trauzeugen….oder generell tolle Bilder von den Gästen. Ingesamt dauerte es auch 8 Monate und unzählige SMS, facebook Nachrichten und schlechte Rezessionen bis wir nach langem Murren und super arrogantem Verhalten endlich die Videosequenzen aus dem Pub bekommen haben. Dies waren zwar „paar Videoschnipsel die nicht der Rede wert waren“ (O-Ton Fotograf), aber als ich sie endlich in den Händen hatte, hab ich einfach nur geheult, weil ich es so schön fand. Schnipsel…ja…nicht der Rede wert? Niemals! Der einen oder anderen, die mir auf Instagram folgt, ist auch schon aufgefallen, dass ich auf keinem unserer Hochzeitsbilder angegeben habe, wer der Fotograf ist. Das ist aufgrund unserer Erfahrung auch bewusst so, da wir mit diesem Thema endgültig abschließen wollten. Es ist echt kein schönes Gefühl wenn man seine Bilder anguckt und sich gar nicht mehr darüber freuen kann, weil man den ganzen Streit und Stress im Hinterkopf hat. Daher bin ich auch echt glücklich, dass wir unser After Wedding Shoot ein Jahr später mit einem anderen Fotografen und seiner Freundin…oder vielmehr inzwischen Frau (hier ein Gruß an Jan und Rebecca) machen konnten und gesehen haben, wie es sein kann wenn man kreativ, cool drauf und professionell ist.(Fotos After Wedding Shoot auf Jahrmarkt: http://madscientistphotography.de/ )

Bestimmt gibt es Bräute die denken „Oh wie schrecklich, die ganze Hochzeit total schiefgegangen. Das arme Paar. Was für ein Horror“. Aber im Endeffekt bieten die Pannen immer super tolle Geschichten und sorgen jedes mal für ein Breites Grinsen bei uns beiden. „Boah Schatz weißt du noch wie schrecklich die Blumen waren?“ „Haha, deinen Blick werde ich einfach nie vergessen!“ Natürlich erinnern wir uns daran, reden drüber und ärgern uns auch. Aber hat es uns die Hochzeit versaut? Absolut nicht!

Eine Hochzeit besteht nicht nur aus der überehrlichen Freundin, die dir sagt dass dein Jäckchen farblich nicht zum Kleid passt und das Make-up zu arg ist, oder aus dem anspruchsvollen Onkel, der meckert weil das Essen so lange dauert, dem Gast der sich darüber beschwert, dass wir erwarten, dass man noch ins Pub mitgeht. So was wird es immer geben. Man kann es nicht jedem Recht machen und das sollte auch nicht euer Ziel sein. Daher sollte man sich von diesen Dingen auf keinen Fall herunterziehen lassen.

Die Momente an die ihr euch euer Leben lang erinnern werdet und die euch jedes mal ein dümmliches Grinsen ins Gesicht zaubern werden, sind die Momente wie aufgeregt der Papa war einen den Altar vorzubringen, der Blick wie Dein Traummann loslacht weil du das Gelübde spontan abgeändert hast, deine Freundin die dir aufgelöst mitteilt, dass der Schwiegerpaps grad die Hochzeitstorte umgeworfen hat und du dies einfach mit einem Schulterzucken und einem Schluck Sekt abtust. Deine Mum die weint, weil deine Schwiegermama dich Tochter nennt, das Kichern wenn du zum ersten Mal die Worte hörst „Da ist ja meine Frau“, das Glänzen in den Augen deiner Mädels wenn sie dir sagen, dass du aussieht wie aus nem Disney Film entsprungen und deine Patentante, die Anekdoten aus deiner Kindheit erzählt, als du heimlich in den Hühnerstall geschlichen bist. Die Riesen Freude weil man die allercoolsten Freunde hat, die einen mit einer Comictorte überraschen, der Ehemann einen betrunken zu Panic! At the Disco – welches die Trauzeugin heimlich für dich als Akustik Version mit ihrer Band einstudiert hat – rumwirbelt oder man auf die Musik von Steve’s Band rumgröhlt. Das sind die Momente die wichtig sind und die eigene Hochzeit unvergesslich machen.

Alles Liebe eure Nita

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Ein Kommentar

  • Reply
    OfficialSarah
    14. September 2015 at 4:32

    Puha, ich bin fast froh, dass es auch anderen so erging, dass Sachen kurzfristig schief gegangen sind. War bei uns nicht anders. Aber fangen wir mal vorne an:

    1. Auf dem Weg in die Toskana zu unserer Wedding Location waren wir bei einem schrecklichen Motorradunfall dabei (wir waren auf der anderen Straßenseite auf einem Bergpass zwischen Schweiz und Italien) und der junge Fahrer auf der anderen Seite als es passierte. Wir waren somit die ersten am Unfallort, haben die Polizei verständig, 1. Hilfe geleistet etc. – leider haben wir am nächsten Tag erfahren müssen, der junge Mann nicht überlebt hat. Nicht unbedingt ein Start in meine Hochzeitswoche wie ich ihn mir erwünscht habe und ich stand die nächsten Tage extreme unter Schock.

    2. Am Tag vor der Hochzeit schrieb ein Bekannter, dass er es sich überlegt hätte und nun doch nicht mehr kommen würde. Alles via SMS und ohne Begründung. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass er an dem Wochenende trotzdem Party machen war mir seiner 20 Jahre jüngeren Freundin. Jedenfalls mussten die Tische für den nächsten Tag einmal komplett umgeschmissen werden. Da ich zum Glück recht gut bin was die Organisation anging, war das aber ein eher kleineres Problem und statt sechs hatten wir dann eben nur fünf Tische. Trotzdem macht es bei einer Hochzeitsgesellschaft von 35 Erwachsenen etwas aus, wenn Leute kurzfristig absagen.

    3. Ich war mit meinem Probemakeup im nachhinein extrem unglücklich gewesen, da es viel zu dunkel und dramatisch war. Daher war bei mir auch eine extreme Anspannung während des Schminkens vorhanden. Diese hat sich zum Glück als unbegründet bewiesen, da mein Makeup toll geworden ist. Bei den Haaren wurde die Frisur übrigens auch nicht wie bei der Probefrisur, obwohl ich diese damals toll fand, allerdings wurde die eigentlich Frisur dann auch nochmal besser als gedacht.

    4. Last but not least: das Wetter. Ein Grund im August in der Toskana zu heiraten war unteranderem das Wetter gewesen. Natürlich ist das auch keine Garantie für Sonne, aber zumindest ist die Chance für gutes Wetter besser als in Deutschland oder Dänemark. Ich hatte bereits zwei Wochen vorher die Prognosen angefangen zu verfolgen und die ganze Zeit wurden an diesem Wochenende Gewitterwolken gezeigt: Grund genug für mich zur Panik. Die Tage vor der Hochzeit war dann aber zumindest laut Prognose relativ klar: das Wetter wird gut und Gewitter wird es frühestens Sonntag Abend geben. Tja, ich wurde als Samstags fertig gemacht und gegen 17:20 Uhr ging es los Richtung Wiese wo die Trauung stattfinden sollte. Und in dem Moment wo ich DEN Gang antreten soll trifft mich ein Tropfen auf der Stirn. Die Gäste meinten im Nachhinein ich sah so nervös aus als ich den Gang runter ging. Tja, nicht wegen der Trauung, sondern eher wegen dem Wetter. Den ganzen Abend war es zugezogen, bewölkt und hat in einem Umkreis rund um unsere Location wie will Gewittert, aber außer Blitz und Donner war bei uns NICHTS. Kein wirklicher Regen (ein paar Mini-Tropfen, aber das war es) oder ähnliches. Es hat während des Dinners ziemlich gewindet, aber das hat sich ebenfalls wieder gegeben. Und da es den Tag über 38 Grad warm waren hatten wir Abend und Nachts immer noch sehr warme Temperaturen. Allerdings waren wir während des Essens ständig auf dem Sprung und ich sah uns schon alle nach Drinnen stürmen, sollte es doch anfangen zu Regnen. Aber obwohl im Nachhinein alles gut gegangen ist, hat mich das Wetter extrem gestresst. Leider kann ich daran natürlich nichts mehr ändern und wir hatten natürlich eine tolle Zeit, aber ich hoffe trotzdem, dass man auf meinem Gesicht nichts von meiner Anspannung sehen wird, wenn die Bilder endlich kommen.

    Aber so kleine Unannehmlichkeiten gehören doch irgendwie zu jeder Hochzeit dazu.

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