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HeimatHochzeit: Back to the Wedding-Roots

Früher war mehr Lametta! Wer kennt ihn nicht, den Ausruf von Opa Hoppestedt aus Loriots legendärem Weihnachts-Sketch? Übertragen auf die Hochzeitswelt müsste es wohl eher heißen: Früher war WENIGER Sweet Table, Photobooth, Getting-Ready, Caketopper, First Look oder Wedding Wands. Frisch verlobten Paaren erschließt sich schon nach oberflächlicher Online-Recherche eine schier unübersichtliche Flut an Inspirationen und Ideen. Wenn auch noch im Freundeskreis gerade die große Hochzeitswelle stattfindet, artete das Ganze schnell mal in einen richtigen Wettkampf aus.

Elke Wöhry von HeimatHochzeit macht Schluß mit dem Hochzeitswahn und erklärt, wie eine Traumhochzeit ohne Schnick Schnack funktioniert. Back to the Roots – ganz ohne Pumps-Parkplatz und Bridal Shower.

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Wo liegen denn eigentlich die Wurzeln der Hochzeit? Was war früher so anders? Also früher waren Hochzeiten auf keinen Fall so wie heute! All die Candy- und Whisky Bars, Save the Dates und Basteleien gab es früher schlichtweg nicht. Da frag ich mich, braucht man das überhaupt alles? Und ich sage sofort JA! … wenn es passt 🙂

Denn heutzutage ist ein regelrechter Wahn bei uns Frauen und Bräuten entstanden, alle und ich meine wirklich ALLE Infos rund um die Hochzeitsdekoration und das Design regelrecht „einzusaugen“. Da gibt es Pinterest, Instagram, Hochzeitsblogs wie Bridezillas Bloggen und natürlich die Hochzeitszeitschriften, in denen man sich umfassend damit beschäftigen kann, was man alles auf der Hochzeit brauchen könnte.

Und viele übersehen dabei einfach, dass vielleicht nicht alles zur Hochzeit passt, Platz hat oder Sinn ergibt. So vieles kann übersehen werden. Kreative und verrückte Save the Dates sind zwar unglaublich toll, jedoch scheitert es bei vielen älteren Verwandten (ich spreche auch aus eigener Erfahrung) einfach schon am Englisch und sie sind mit den Worten Save the Date schon überfordert.

Aber deswegen sind all diese Portale und Seiten zur Inspiration nichts, was ich euch nicht empfehlen würde – ganz im Gegenteil! Findet bei Eurer Suche zwei bis drei Dinge, die Euch gefallen, denn das Wichtigste an einer „Zurück zu den Wurzeln“-Hochzeit ist für mich, dass man sich selbst als Paar treu bleibt. Was macht Euch aus, was sind Eure Werte, wovon träumt Ihr? Muss es immer die Hochzeit sein, mit der Ihr vor allem euer Umfeld beeindruckt?

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Als Hochzeitsplanerin gebe ich meinen Brautpaaren natürlich immer den Tipp, erstmal gemeinsam mit mir einen roten Faden zu finden und ein Konzept zu entwickeln, auf das sie dann aufbauen können. Wenn Ihr Holz mögt oder gerne einen Blumenkranz im Haar haben möchtet, dann schreibt euch das auf!

Um die ersten Bausteine herum kann man die komplette Hochzeit aufbauen. Und genau so war das früher auch. Man hat sich vor allem mit den Gegebenheiten vor Ort auseinandergesetzt und das Beste daraus gemacht. Und das Beste war nicht für jeden das Beste. Nein, es war meist einfach praktisch, gemütlich, urig und authentisch. Kein Schnickschnack, sondern schlichte und einfach gehaltene Feste.

Wenn Ihr zurück zu euern Wurzeln möchtet, findet den Ort, der Euch euch glücklich macht, an dem Ihr Euch wohl und vielleicht sogar DAHEIM fühlt. Nehmt Euren Partner an die Hand und überlegt, was Euch ausmacht, welche Gemeinsamkeiten Euch zusammenhalten und welche Geschichte Ihr daraus für Eure Hochzeit entwickeln könnt.

Findet Eure Wurzeln – seid, wer Ihr seid – bleibt, wer Ihr seid <3

Alles Liebe

Elke von HeimatHochzeit

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Elke Wöhry ist Hochzeitsplanerin bei HeimatHochzeit. Hochzeiten im natürlichen Stil, wie Stadel-, Alm- oder Landhochzeiten sind ihre Leidenschaft, sie plant für Brautpaare mit Bezug zur Heimat und Liebe zum Detail. Elke arbeitet gerne mit regionalen Dienstleistern zusammen und ist halb aus Bayern und halb aus der Steiermark. Ein echtes Bergkind, das seine Wurzeln schätzt und stolz darauf ist.

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Ein Kommentar

  • Reply
    Kathrin Wenzel
    15. Oktober 2016 at 21:02

    Sehr schön beobachtet, beschrieben und anslysiert!

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