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Getting Ready: Brautfrisur

Am heutigen Weddingwednesday ist es wieder Zeit für ein paar Brautbilder und natürlich auch für die passenden Tipps für all unsere zukünftigen Bräute. Diesmal geht es um die Hochzeitsfrisur. Vor zwei Wochen dufte ich aus der süßen Anna eine wunderschöne Braut zaubern. Für euch habe ich das ganze natürlich fotografisch begleitet. Das Make-up und die passenden Tipps dazu könnt ihr gerne HIER nachlesen. Auf zum Teil zwei des Getting Readys und somit zu Annas Brautfrisur.

Wie jede Braut, war Anna anfangs auch sehr unsicher welche Frisur ihr an ihrem Hochzeitstag besonders gut stehen könnte. Sie liebte von Anfang an Hochsteckfrisuren, aber halb offenen Frisuren schloss sie auch nicht ganz aus.

Mit ein, zwei Hochzeitsmagazinen bewaffnet, trafen wir uns ca. 6 Monate vorher, um einfach mal wild herumzuexperimentieren. Ergebnis war damals eine offene Frisur mit wunderschönen Locken und einem Diadem. Anna gefiel es sehr, nur ändert man als Braut in den letzten Wochen oder Monaten vor der Hochzeit, ziemlich schnell seine Meinung. Die Braut ist meist unsicher oder einfach viel zu nervös um rationelle und vor allem vernünftige Entscheidungen zu treffen. An dieser Stelle werden wahrscheinlich so einige von euch mit dem Köpfchen nicken…hihi…Aber seid beruhigt, das ist völlig normal! Von so vielen Bräuten hörte ich kurz vor der Hochzeit, dass ihnen ihr Kleid nicht mehr gefiele und sie die Haare doch gerne offen, statt geschlossen tragen möchten. So war es auch bei Anna. Nein, das Kleid gefiel ihr immer noch aber was die Haare betraf, sollte es nun doch eine Steckfrisur sein.

Kein Problem, ich wär ja nicht Juli von den Bridezillas, wenn ich nicht auch dieses „Problemchen“ hinbekomme. Wir vereinbarten einen neuen Termin ca. 5 Wochen vor der Hochzeit. Annas Haare waren wunderbar lang gewachsen, sodass ich überhaupt keine Probleme hatte ihr eine wunderschöne, vintage-angehauchte Frisur zu kreieren. Aber seht selbst:

Frisur Tipps für Bräute

Erster Schritt:

Dieser Schritt beginnt bereits mindestens 2 Wochen vor eurem großen Tag. Lasst euch vom Friseur eures Vertrauens die Farbe auffrischen, Ansätze beseitigen und nochmal eine Tiefenkur verpassen. Auf keinen Fall schneiden! Zu groß ist das Risiko das die Haare zu kurz werden und eure Traumfrisur dadurch auf einmal ganz anders aussieht.

Zweiter Schritt:

Die Haare sollten am Hochzeitsmorgen nicht frisch gewaschen sein. Perfekt sind, vor allem für Hochsteckfrisuren, Haare deren Wäsche ca. 24h her ist. Die Haare haben somit viel mehr Griff und die Frisur hält dadurch viel besser. Auch locken halten sich bei nicht frisch gewaschenen Haaren viel länger.

Dritter Schritt:

Erstmal alles richtig gut durchkämmen. Ich persönlich gebe gerne etwas Trockenshampoo in die Haare damit sie noch etwas griffiger werden. Das  „Miracle Dry Shampoo“ von Aussie ist dafür perfekt und riecht dazu noch sehr gut.

Vierter Schritt:

Haare in drei gleichmäßig dicke Zöpfe abteilen. Vorne und an den Seiten ein paar Strähnen herauszupfen, die locken wir nachher.  Über Annas Ohr habe ich mir links und rechts noch zwei mittlere Strähnen genommen und diese normal zu Zöpfen geflochten. Dabei habe ich darauf geachtet das genügend Deckhaar übrig bleibt um die Zöpfe zu verstecken. Später werden wir diese um die Fischgrätenzöpfe ranken lassen. Und dann geht es schon ans Flechten. Wir flechten drei Fischgrätenzöpfe, zwei Außen und einen in der Mitte.

Fünfter Schritt:

Anleitung Fischgrätenzopf

  1. Ihr teilt euer Haar in zwei Teile. Hälfte 1 und Hälfte 2.
  2. Dann nehmt ihr von der ersten Hälfte 1 eine kleine Strähne von ganz Außen und legt sie über diese zur Hälfte 2.
  3. Nun ist die andere Hälfte an der Reihe, hier nehmt ihr ebenfalls eine Strähne von ganz Außen und legt sie zur Hälfte 1.
  4. Das wiederholt ihr bis ihr ganz am Ende seid.
  5. Haargummi rein (ich benutze dafür immer kleine durchsichtige)
  6. Zopf auflockern und etwas auseinander ziehen.
(„Fishtail Braid Technique“ von Stilfehler – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons)

Sechster Schritt:

Nun habt ihr drei Fischgrätenzöpfe die ihr nun am Hinterkopf entlang legt. die Zopfgummies versteckt ihr jeweils unter den einzelnen Zöpfen und steckt das Ganze mit Haarklemmen fest. Zusätzlich habe ich bei Anna noch die Strassklemmen benutzt. Diese gibt es ganz günstig in jedem dm Markt. Eigentlich gar nicht so schwer oder?

Siebter Schritt:

Brautfinish. Passend zu Annas Brautstrauß brachte uns die tolle Floristin noch ein paar Haarblüten. Wenn ihr solche echten Haarblüten verwendet, bittet euren Floristen darum die Schnittenden mit Wachs zu versiegeln, so halten die Blumen auf jeden Fall viel länger. Wenn ihr die Blumen schon einen Tag vorher bekommt, legt sie so lange in einer Frischhaltefolie in den Kühlschrank, so bleiben sie schön fest. Befestigt habe ich die Blüten mit Haarklemmen. Man kann aber auch einen ganz dünnen Basteldraht durch den Blütenboden ziehen und ihn um die Haarklammer wickeln. Sicher ist sicher. Bei Anna hat aber auch die einfach Variante super gehalten. Die zwei Zöpfchen die ich Anna vorher direkt über dem Ohr geflochten habe habe ich um die Blüten ranken lassen und auch mit Haarklemmen festgesteckt.
Die herausgelassen Strähnen habe ich gelockt und fertig war die Brautfrisur.

Wie schön sie strahlte, hach da hüpfte mein Herz. Und dann gab es ja noch diesen tollen Moment, der für Bräute meist zu den emotionalsten am Tag zählt: Das Anziehen.

Auch ich merkte Anna nun an, dass sie sich in diesem Augenblick erstmal etwas beruhigen musste. Sie setzte sich 2 Minuten und schnaufte erstmal durch, bis ihre Trauzeugin mit DEM Kleid um die Ecke kam. Ein Traum in rosa. Ein Strumpfband und ein wunderschöner Brautstrauß.

Ein bisschen stolz ist man ja, wenn man sieht mit welchem Strahlen und mit welch Vorfreude die Braut dem Augenblick des „First View“ entgegengeht. Leider durfte ich diesen Augenblick nicht miterleben. Anna erzählte mir aber es hätte IHN umgehauen. Perfekt! Anna glücklich, Juli glücklich und vor allem wünsche ich den beiden eine glückliche und erfüllte Ehe.

 

Bis bald eure Juli

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