0 In Brautgeschichten

Erster Hochzeitstag: Juli und Johannes

Der 16. August 2014 – unser Hochzeitstag und gleichzeitig einer der Tage der mich wohl jedes Jahr so beflügeln wird, das ich mich vor Glückseligkeit kaum halten kann. Genau einen Monat ist er her und er war wundervoll. Ein Grund mehr, diesen Tag Jahr für Jahr wieder gebührend zu feiern. Nicht nur weil er schöne Erinnerungen weckt, sondern auch weil er uns zwischen den ganzen Alltagsdingen immer wieder auf unsere Wolke 7 zurückholt.

Um einen kurzen Jahresrückblick zu wagen: JA! Unser Jahr war fabelhaft, turbulent aber dennoch voller Liebe, Geborgenheit und Vertrauen. Starteten wir doch sehr turbulent mit einem schweren Unfall direkt nach unseren Flittertagen. Zum Glück ist alles gut gegangen und wir meisterten das ohne große Verletzungen, dennoch denke ich selbst wenn wir nicht mehr gewesen wären, wären die Tage nach unserer Hochzeit die besten meines Lebens gewesen. Und umso mehr bin ich dankbar dafür das ich meinen Mann schon mehr als ein Jahr „meinen Mann“ nennen darf, dass unsere Liebe noch inniger und wir uns noch näher gekommen sind als das wir es vor der Hochzeit je waren.

So viel Gefühlsgedusel….fangen wir mal an Euch zu berichten wie wir unseren ersten Hochzeitstag verbracht haben.
Zwei Tage vor unserem Hochzeitstag begann ich bereits mit ein paar Vorbereitungen. Ich fand es schade, dass wir von unserer Hochzeitstorte nichts eingefroren hatten. So ein Stück davon am Hochzeitsmorgen im Bett wäre perfekt gewesen. Ich überlegte nicht lange und beschloss meinen Mann mit einer Miniversion unserer Hochzeitstorte zu überraschen. Die originale Hochzeitstorte backte eine Freundin für uns, sodass ich es einfach hatte und sie mir das Rezept hatte unauffällig zukommen lassen. Es sollte eine Regenbogentorte mit Zitronenkuchen und weißer Ganache werden. Eigentlich stellte ich mir das Ganze ziemlich einfach vor, aber nach den ersten 4 Stunden, die ich schwitzend in der Küche verbrachte, realisierte ich, dass ich mich da ein klein wenig verschätzt hatte. Das Böden backen, stapeln und füllen kostete mich insgesamt ca. 5 Stunden. Anschließend musste die Torte mindestes eine Stunde ruhen bevor ich sie mit Fondant auskleiden konnte. Ziemlich aufwändiges Unterfangen, aber ich finde die Mühe hatte sich ausgezahlt. Aber seht selbst:

Natürlich war eine nachgebackene Hochzeitstorte nicht das Einzige was uns an diesem Wochenende erwartete. Mein Mann hatte uns recht kurzfristig ein Hotelzimmer in Brandenburg am Untersee von Kyritz reserviert. Kyritz ist eine kleine Stadt mit einem wunderschönen See, in dessen Mitte sich eine romantische Insel befinden auf der man die wohl besten Burger aller Zeiten essen kann. Die Insl (so der Name des sich darauf befindlichen Restaurants) lädt zum Verweilen, baden und Sonnen ein. Ein wunderschöner Ort nicht nur zum zelebrieren des Hochzeitstages sondern auch zum Hochzeit feiern selbst. Alles ist im Vintage Stil gehalten, etwas romantisch verspielt gestaltet und genug Platz für ca. 50-70 Gäste. Wenn wir nochmal heiraten würden, dann auf jedem Fall dort. HIER könnt ihr einmal den Internetauftritt der Insl auschecken. Am urigsten fand ich die alte Fähre die einen hinüber setzt. Man steht am Festland, schlägt mit einem Stein gegen eine alte Pfanne und im Nu kommt der Fährmann hinüber geschippert. Hier einmal ein paar Impressionen dieses wunderschönen Ortes, ist er nicht perfekt zum Hochzeitstag zelebrieren?

An unserem Jahrestag mieteten wir uns ganztägig ein Tretboot und erforschten den kompletten See. Auch ein Gewitter konnte uns von unserem Vorhaben nicht abbringen. Unter einer alten Trauerweide, deren Äste weit über das Ufer hinaus ragten, fanden wir Schutz vor dem Regen und überdauerten dort das Gewitter- sehr romantisch.
Unser Mittagessen bereiteten wir uns mitten auf dem See zu. Mein Mann packte unseren neuen Lotusgrill aus, der übrigens doppelwandig ist und somit nicht heiß wird, und grillte mir vorzügliches Fleisch. Es gab Sonne satt und alles um uns herum erschien so ruhig und idyllisch. Zum Abendessen statteten wir natürlich der Insl einen Besuch ab.
Am Abend fuhren wir ins Heutheater der Schöller Festspiele in Neustadt (Dosse). Dort kamen wir in den Genuss der Artistik Show der Artistokraten , wahnsinnig tolle Show und definitiv eine Empfehlung wert.

Am Tag der Rückreise machten wir noch einen gemütlichen Abstecher nach Potsdam zum Schloss Sanssouci. Zum träumen und spazieren gehen perfekt für jedes „alte“ Ehepaar *zwinker* *zwinker*.

Schön wa? Supi Wochenende und Überraschungen von beiden Seiten. Bei Brautflohmarkt hat die liebe Jenny übrigens auch über den ersten Hochzeitstag geschrieben. Fünf tolle Geschenkideen warten da auf Euch. Also klickt Euch doch mal HIER rein.

Bis dahin, zählt die Tage bis zum großen Tag. Egal ob der richtige Hochzeitstag oder der Erste oder gar zZanzigste, was zählt ist Eure Liebe zueinander. Seht dieses kleine Jubiläum als was ganz Besonderes und nutzt es als Frischekur für eure Beziehung. Es müssen nicht die großartigsten Geschenke sein, nein auch Kleinigkeiten wie ein Frühstück im Bett, eine Rose oder einfach ein paar liebe Worte. Die Hauptsache ist Ihr lebt gemeinsam und nicht aneinander vorbei.

Seid lieb gegrüßt eure Juli

After-Wedding Fotos: Lisbeth Photography
Weitere Fotos: Juli Photography

Das könnte dich auch interessieren

Noch keine Kommentare

Hinterlasse uns einen Kommentar