1 In Brautgeschichten

Brautgeschichten: Hochzeit feiern mit Kindern?!

Ladies, wir haben lange überlegt, ob wir Euch diesen emotionalen Text in einer gekürzten Version zeigen und dann entschieden, nein! Warum auch – unsere Gastbraut Bettina aka butter_blume_b hat so viel Zeit und Energie in diese Zeilen gesteckt, das sollte man einfach belohnen. Freut Euch auf ein geballte Ladung an Herz, Schmerz und ganz vielen und vor allen Dingen wahren Hochzeitserlebnissen mit Kindern…

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Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Bettina und ich habe meinem Mann Florian am 04. Mai 2013 das Jawort geben dürfen. Mittlerweile bin ich 30 Jahre alt und wohne mit meiner kleinen Familie im wunderschönen Schwarzwald, nahe der Schweizer Grenze.

Das Kennenlernen

Flo und ich lernten uns im März 2011 kennen und lieben. Damals war ich noch mit meinem Exmann verheiratet. Einfach war die erste Zeit also nicht.  So lernten wir aber von Anfang an, zusammen zu halten und alles gemeinsam zu meistern. Bereits im Mai 2011 zogen wir zusammen und im August beschlossen wir, dass wir gerne ein Kind möchten. Am Tag meines Scheidungstermins im Januar 2012 bekamen wir dann auch das erste Ultraschallbild von unserem Bauchzwerg – es hatte geklappt, nach 4 Monaten waren wir schwanger!

Von vorne herein war klar, dass wir heiraten werden. Aber erst nach der Geburt. Wir konnten ja nur noch einmal feiern, da ich die kirchliche Trauung schon „verschenkt“ hatte. Während der Schwangerschaft konnten wir aber schon mal die ganzen Behördengänge wegen der Vaterschaftsanerkennung und der Namensgebung erledigen.

Der Antrag

Am 1. September 2012 um 2.38 Uhr war es dann soweit – unsere Maus Leonie erblickte das Licht der Welt. Und nein, er machte mir zum Glück keinen Antrag im Kreißsaal!

Er wartete noch 6 Wochen, bis es mir wieder gut ging. Er kochte „unser Essen“ vom ersten Date (Schweinelendchen in Schinken-Pfirsich Soße mit Kroketten und Bandnudeln) und fragte mich. Auch wenn er die Antwort wusste, war er sichtlich aufgeregt. Sehr süß bei einem 1,90 m großen Schrank. Natürlich sagte ich „JA!“ und schon beim Essen besprachen wir die ersten Details.

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Die Planungszeit

Für einen Mann hatte er echt viele Ideen und schon genaue Vorstellungen und er wolle so viel wie möglich bei der Planung helfen. Es hatte zwar nie einer von uns ausgesprochen, aber es war uns beiden klar, dass wir keinerlei Parallelen zu meiner ersten Hochzeit wollten.

Wir wollten auf einem alten Schwarzwaldhof heiraten. Da wir im Schwarzwald wohnen, sollte das also kein Problem werden. Nach kurzer Internetrecherche fanden wir einen 1552 erbauten und originalgetreu restaurierten Schwarzwaldhof in Hinterzarten. Sofort haben wir dort angerufen und schon für den nächsten Tag einen Besichtigungstermin ausgemacht, denn sie hatten für 2013 nur noch einen freien Samstag. Dieser sollte es dann auch werden – der 4. Mai 2013.

Wir hatten also etwa 7 Monate Zeit unsere Traumhochzeit zu planen. Ich muss gleich dazu sagen, so schön der Hof war, weiter empfehlen tun wir ihn nicht, da wir doch einige Schwierigkeiten mit den Vermieter hatten, da möchte ich lieber nicht mehr dran denken. Bis auf die, war es nämlich ein supertolles Fest.

Geeignet für eine Hochzeit mit Kindern, war der Hof rückblickend leider auch nicht. Der Partyraum war natürlich der alte Heustock, der ist bei so alten Schwarzwaldhäusern immer unter dem Dach. Drei Stockwerke auf alten schmalen Treppenstufen mit voluminösem Brautkleid und 9 Monate altem Baby hoch- und runtersteigen machen keinen Spaß! Auch die Gäste mit kleinen Kindern mussten ständig schauen, dass die Kinder nicht die Treppe runterfliegen. Und sogar die Erwachsenen, die irgendwann nicht mehr ganz allein waren, hatten so ihre Mühe mit den Treppen…

Bettinas Tipp: „Sucht euch mit Kind eine ebenerdige Location!“

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Zurück zur Planungszeit. Wir hatten nicht viel Zeit und befürchteten, dass unser Familienfotograf an diesem Wochenende schon verplant war . Dies war zum Glück nicht der Fall. Ein paar Tage nach unserem Anruf saß er bei uns daheim, um alles zu besprechen. Diesen Service weiß man als Kunde mit Baby sehr zu schätzen. Keine Wickeltasche richten und das Baby kann in seiner gewohnten Umgebung schlafen/spielen und man kann sich auf das Gespräch konzentrieren. In seinen Hochzeitspaketen war ein „Kennenlern-Shooting“ dabei. So hatten wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, da wir eh noch Fotos mit Leonie fürs Familienalbum bei ihm machen lassen wollten. Am 28. Dezember 2012 hatten wir unser Shooting und damit auch gleich die Fotos für die Einladung. Er gab mir eine Blanko-Einladung mit, schickte mir den Link mit den Fotos per Email und ich konnte in Ruhe überlegen, wie unsere Einladung aussehen sollte.

Anfang Januar fuhren wir wieder zu ihm und fügten alles zusammen. Perfekt! Er bestellte sie, wir holten sie einigen Tage später ab und konnten gleich beginnen mit unterschreiben und eintüten. Ende Januar hatten unsere Gäste die Einladungen in der Hand. Und wow – wir haben so viel positives Feedback bekommen. Bei einigen Freunden und Verwandten steht sie sogar, zusammen mit der Danksagung, die wir im gleichen Stil gemacht haben, im Wohnzimmerschrank. Ich kann unseren Fotografen wirklich allen ans Herz legen.

Die Brautkleidsuche

Als nächstes stand der erste Termin fürs Brautkleid an. Ich schnappte mir also meine Trauzeugin, meine beste Freundin und mein Baby und fuhr nach Brigachtal zur Brautgalerie Geli Bartler. Nach kurzer Zeit hatten wir ein wunderschönes Kleid der Marke Mode de Pol – ein elegantes, trägerloses Kleid in ivory mit dezenten rosanen Stickereien im Prinzessinnenstyle, bei dem man die Schleppe problemlos entfernen konnte. Die hatte mich bei meinem ersten Kleid damals nämlich tierisch genervt, weil sie ständig aus der Befestigung raus ging, es einfach doof aussah, wenn sie oben war und ich ja auch keinen Kirchengang mehr entlang schreiten musste. Was allerdings keiner von uns bedacht hatte: Es waren erst wenige Wochen seit der Geburt vergangen und auf Grund der Wassereinlagerungen und des ganz normalen Gewichts das man in so einer Schwangerschaft nun mal zulegt, hatte ich noch etwa Größe 36 – das Kleid hatte Größe 38. Eine Kleidergröße kleiner machen ist kein Problem… Beim Abstecktermin 2 Monate vor der Hochzeit passte ich dann aber wieder in 34! Am Kleid musste so viel geändert werden…

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Dadurch hat es mir am Hochzeitstag selber auch nicht richtig gepasst. Meine Trauzeugin musste die Schnürung so fest zu ziehen damit es nicht rutschte – autsch! Sitzen war der Horror! Und durch das trägerlose konnte ich Leonie auch nicht richtig hochnehmen – es ist einfach ständig gerutscht.
Deswegen muss ich leider sagen, dass ich im Nachhinein todunglücklich über die Wahl meines Brautkleides bin. Ich hab mich wirklich unwohl und hässlich in dem Kleid gefühlt. Und dabei ist das Brautkleid ja eigentlich eines der wichtigsten Dinge!

Bettinas Tipp: „Ein Kleid mit Trägern wählen, trägerlos sitzt zu unsicher!“

Ich möchte euch wirklich ans Herz legen, kauft ein Kleid mit Trägern oder lasst welche hinmachen, sonst seid ihr nur am rumzubbeln. Und heiratet vielleicht ein paar Monate später als wir es getan haben (9 Monate nach der Entbindung), denn der Körper braucht mindestens so lange um wieder „normal“ zu werden, wie er auch zum Schwanger sein gebraucht hat – eben die 9 Monate.

Die Brautfrisur

Aber egal, wo machen wir weiter? Beim Frisör! Da hab ich zum Glück mitgedacht 😉
Bei meiner ersten Hochzeit hatte ich nur die obere Partie hochgesteckt, der Rest fiel lockig über die Schultern. War wunderschön und mit meinem Diadem sah ich aus wie eine Prinzessin. Aber mit einem kleinen Baby, dass gerade das Greifen übt, sehr schmerzhaft und alles andere als tauglich. Deswegen war gleich klar: Alle Haare nach oben stecken und nichts in die Haare, das sie gut zu fassen bekommt und raus ziehen kann. Also kein Diadem, keine große Blume und was es noch alles gibt! Ich entschied mich für zwei glitzernde Haarreifen, die ich eigentlich mal für die Fasnet gekauft hatte. War echt gut, Leonie kam nicht dran und es sah trotzdem edel aus. Und für 1,99 € billiger als jeder andere Kopfschmuck 😉

Bettinas Tipp: „Haare komplett hochstecken!“

Hier noch kurz am Rande: Für den Brautstrauß gilt das Gleiche. Nichts das unnötig weg hängt, an dem man rumziehen könnte und nichts Schweres, denn ab und zu habt ihr bestimmt mal beides in der Hand bzw. auf dem Arm: Kind und Brautstrauß!

Wenn ihr Kinder habt, speziell Kleine, die noch gewickelt werden  müssen, dann wisst ihr, wie nervig es ist, wenn ihr irgendwo in einem Restaurant oder so seid, und es auf den Toiletten keinen Wickeltisch gibt. Deswegen sollte dieses Thema ein großer und wichtiger Punkt auf eurer To-Do-Liste sein. Auch für den Polterabend.
Da unsere Location früher ein Bauernhof war, hatte er in den unteren zwei Stockwerken viele kleine Zimmer. Wir suchten uns eines aus, stellten einen Tisch rein und brachten am Tag vor unserer Hochzeit Leonies dicke Wickelunterlage vom Wickeltisch und den Windeleimer von zuhause vorbei. Außerdem noch sechs kleine Kisten, in denen jeweils zwei Einmalwickelunterlagen und Windeln in der jeweiligen Größe des Kindes und ein kleines Spielzeug bzw. Büchle für das Kind darin waren. Vorne auf der Kiste stand der Name des jeweiligen Kindes. Ich hatte mich natürlich im Voraus bei allen Mamas über die momentane Windelgröße informiert. Auf dem Tisch standen neben der festen Wickelunterlage der Feuchttuchspender und eine Wundcreme. Einen Sessel für die Stillmütter haben wir auch rein gestellt. Alle Mamas und Papas waren total begeistert! Und da Leonie das kleinste Wickelkind war, konnte ich die übrigen Windeln der anderen selbst irgendwann aufbrauchen.

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Im Voraus müsst ihr auch mit euren Freunden oder Verwandten abklären, wer eigentlich euer Kleines mit sich herum kutschiert. Wer nimmt den Kinderwagen? Die Wickeltasche zu sich ins Auto?
Der Plan war bei uns eigentlich (bis einen Tag vor der Hochzeit) unseren 5er BMW als Hochzeitsauto zu nehmen – eigentlich viel Platz drin. Aber mit meinem mega Kleid musste ich mit dem Sitz so weit zurück, dass Leonie hinter mir im Kindersitz einfach keinen Platz mehr hatte. Und hinter meinem 1,90 m großen Mann sowieso nicht. Der Kinderwagen passte nicht mehr in unseren Kofferraum, da in den das Gepäck für die Übernachtung rein sollte (wir hatten uns in der Nähe der Location in ein Hotel eingemietet, damit wir richtig feiern konnten und nicht, wie bei meiner ersten Hochzeit, mit dem Taxi um 6 Uhr morgens heim fahren mussten…) Und alles auf den Rücksitz zu packen geht gar nicht im Hochzeitsauto!
Den Kinderwagen nahm also einer meiner Brüder zu sich ins Auto und die Kleine samt Wickeltasche fuhr mit meiner Mama und meiner Oma. Da wir dann noch kurzfristig den Porsche 911 Turbo von meinem Bruder als Hochzeitsauto bekamen, hätte es für das alles eh keinen Platz im Auto gegeben…

Da wir gerade das Thema Wickeltasche hatten: Mädels, wenn ihr Flaschenkinder habt oder Brei erwärmen müsst, denkt daran abzuklären, das überall (also in der Location und im Hotel) ein Wasserkocher vorhanden ist! Isolierflaschen halten das Wasser lange warm, aber wir waren insgesamt fast 3 Tage weg von Zuhause, so lange hält das nicht! Und nehmt genug Milchpulver bzw. Brei für die Kleinen mit. So Sachen gehen in der Planung leicht unter und verursachen dann kurz davor nur unnötig Stress wenn es euch plötzlich einfällt. Glaubt es mir!

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Vergesst auch nicht, falls ihr euch auch in ein Hotel einmietet (wir haben gleich zwei Tage gebucht, da klar war, das wir es nicht schaffen, bis um 10 Uhr das Zimmer zu räumen)alles nötige für euch und den Zwerg mitzunehmen – also genug Windeln und Feuchttücher, Schlafsack, normale Klamotten, was es zum Einschlafen braucht, Schlafanzug bzw. Schlafsachen, Hygieneartikel, für euch normale Klamotten und Schuhe (!), eine Jacke falls das Wetter am nächsten Tag doof ist und und und… Und am besten auch noch den Sack fürs Kleid und den für den Anzug – da wir am Montag drauf nämlich erst unser Hochzeitsshooting hatten, musste ja alles schön sauber bleiben und durfte möglichst nicht verrumpfeln.

Haha! Und da wir ja einen Babysitter für unsere Maus hatten, mussten wir zwei Zimmer buchen – die zwei mussten ja auch irgendwo schlafen!
Diese Idee kann ich euch aber nur wärmstens empfehlen. Denn so gerne die Omis auf ihre Enkel aufpassen und sie behüten und verhätscheln und vertätscheln – wenn das eigene Kind heiratet, will man mitfeiern und nicht schon wegen dem Kind das Fest um 20 Uhr verlassen bzw. den ganzen Tag hinter dem Kind herrennen.
Bei uns war es die Mama von meiner besten Freundin/Leonies Gotti (Patentante). Sie ist selber gelernte Erzieherin und bat mir schon während der Schwangerschaft an, mich zu melden, wenn ich mal einen Babysitter bräuchte. Sie wäre immer da! Also fragte ich sie einfach und sie hat sich riesig gefreut, diesen Job machen zu dürfen. Wir sind sie dann im Voraus schon ab und zu besuchen gegangen, damit sich die beiden kennenlernen, sie wieder das wickeln „lernte“ und wie man den Schoppen zubereitet. Es hat alles super geklappt am Tag selber. Und auch in der Nacht 😉
Am nächsten Morgen bekamen wir bei Frühstück unsere Maus wieder und wir verbrachten noch einen tollen Tag zu dritt am Titisee!

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Diese Kosten dürft ihr aber nicht unterschätzen. Sie hat es ja umsonst gemacht aber auch zwei Tage ein weiteres Hotelzimmer zu zahlen, ist nicht ohne – lohnt sich aber allemal.

Am Hochzeitstag selber dürft ihr nicht vergessen, morgens eine extra Stunde für euer Kind einzuplanen und das ihr euch wirklich auch diese Zeit nehmt – eurem Kind zuliebe!
Denn Hektik ist für so Kleine richtig doof und wenn sie erst einmal nissig werden und anfangen zu weinen, seid ihr damit wieder unter Stress. Ganz doofer Teufelskreis. Und vor allem, schaut, dass ihr eure Kinder selber richtet. Ich weiß, es ist viel verlangt von der Braut, aber ihr werdet an diesem Tag leider nicht viel Zeit für die Kleinen haben, da solltet ihr sie euch wenigstens am Morgen noch nehmen. Für die Kleinen ist dieser Tag nämlich auch nicht ohne!

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Beim Fest selber müsst ihr bei der Sitzordnung bedenken, dass die Kinder, vor allem Kleine, bei ihren Eltern sitzen. Denkt dabei an Hochstühle! Wenn auch ältere Kinder anwesend sind, könnt ihr einen Kindertisch machen. Hab ich bei anderen Hochzeiten gesehen. Empfehlen würde ich es jetzt aber nicht unbedingt, ist jedes Mal ausgeartet… Wir haben für die Kinder ein extra Gastgeschenk
gemacht – ein kleines Tütchen mit Schokolade und Gummibärchen und ein kleines Malbuch mit Holzstiften. Kam super an!

Ach ja, und ´ne Kleinigkeit zum Essen: Vergesst nicht die Pommes mit Ketchup und die Spätzle mit Soß‘. Ist und bleibt der Renner bei den Kleinen und ist auch lecker als Beilage zu den Erwachsenengerichten. Wir hatten Schweinelendchen (na wer weiß noch was „unser Essen“ war?), Pute und Fisch. Als Beilagen Kroketten, Spätzle, Pommes und Reis und einige Gemüsesorten. Dazu drei verschiedene Soßen.

Während ich diesen Bericht geschrieben habe, wurde ich gefragt, ob wir auch eine Kinderanimation hatten. Nö – hatten wir nicht. Und ich war jetzt schon an vielen Hochzeiten mit Kindern und muss sagen, das braucht man nicht. Normal mitdenkende Eltern nehmen immer ein wenig „Lieblingsspielzeug“ mit – seien es Bücher für die Tochter oder der Fußball für den Sohn und das reicht vollkommen. Zudem haben die meisten Kinder (zum Glück!) auch noch ihre Phantasie und finden selber oder in der Gruppe zu eigenen Spielen. Eine Hüpfburg oder eine Clown sind auch nur kurze Zeit interessant und kosten unnötig viel Geld!

Da wir ja keine kirchliche Trauung hatten, kann ich euch nicht sagen, wie Kinder diese lange Zeit ruhig sitzen. Ich war mit unserer 3jährigen Tochter bisher auf nur einer Hochzeit mit Kirche und ich hatte ein paar kleine Päckchen Gummibärchen in der Tasche. Hat gut funktioniert. (Und nein, ich bin keine Rabenmutter weil ich ihr erlaubt habe, 4 kleine Tütchen Gummibärchen zu essen… Sie hat sich ganz bestimmt auch gleich danach die Zähne geputzt – am Taufbecken mit Weihwasser *ironieoff* Hilfsmittel sind erlaubt, gerade in solchen Fällen 🙂

Bettinas Tipp: „Ein bisschen Spaß muss sein!“

Das ist an sich aber auch nicht euer Problem, sondern das der Eltern. Entweder sie probieren es und es klappt, oder sie probieren es und es klappt nicht und dann gehen sie hoffentlich raus. Oder sie kommen einfach erst zum Sektempfang bzw. zur Feier danach.
Wie ihr das mit euren eigenen Kindern macht, müsst ihr euch gut überlegen. Ich finde, dass es da aber auch auf das Alter des Kindes/der Kinder ankommt. Unsere Maus saß ganz ruhig auf Omis Schoß, andere verschlafen vielleicht das ganze Spektakel. Ich habe es auch schon gesehen, dass die Kinder vorne beim Brautpaar saßen. Find ich eine ganz tolle Idee, vor allem, wenn die Kinder schon älter sind. Aber das müsst ihr individuell mit euren Kindern ausmachen und auch mit dem Pfarrer bzw. dem Standesbeamten.

Das Gleiche gilt für den Hochzeitstanz. Ihr könnt klassisch zu zweit tanzen aber auch als Familie. Wir haben leider gar nicht getanzt. Wir haben die Sachen mit dem Tanzkurs total verschlafen und dann war es zu spät. Und da mein Herzmann nie gelernt hatte zu tanzen, wollte er sich dann auch nicht blamieren. War für mich ok. Im Nachhinein hat aber doch etwas gefehlt.

Was fehlt noch: Ach ja genau, die Hochzeitsfotos! So ziemlich das Wichtigste, wie ich finde, denn sie werden uns für den Rest des Lebens an diesen wunderschönen Tag erinnern. Deswegen sollten sie auch atemberaubend sein!

Bettinas Tipp: „Hochzeitsfotos: Macht die Bilder an einem anderen Tag!“

Kein Stress für euch, keinen Stress fürs Kind – denn den habt ihr so schon an diesem Tag und glaubt mir, man sieht den Stress auf den Bildern! Und für uns war es etwas ganz Besonderes, uns noch einmal „aufhübschen“ zu dürfen (vergesst nicht euren Frisör zu fragen, ob er oder sie an dem Tag noch einmal Zeit hat, euch die Haare zu machen!) und den ganzen Tag als Brautpaar mit unserer Maus über die Insel Mainau zu laufen und schöne entspannte Fotos zu machen. Ihr könnt die Fotos ja dann auch wirklich da machen, wo ihr es wollt – wo ihr euch kennengelernt habt, der Ort an dem ihr die Frage der Fragen gestellt bekommen habt, …  Ihr habt nicht die Gäste im Nacken sitzen die gelangweilt drin sitzen und auf euch und das Essen warten. Aber: Nehmt dann wieder einen Babysitter mit, am besten die Omi, die nach eurem Kind schaut wenn nur ihre zwei Fotos macht. Und vergesst auch hier wieder nicht, den Kinderwagen und die Wickeltasche für einen ganzen Tag zu packen und mitzunehmen. Und vergesst die Sonnencreme nicht – Jesses hatte ich am Abend einen Sonnenbrand!

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Am Hochzeitstag selber kam unser Fotograf und hat die Bilder im Standesamt gemacht. Danach beim Fest hatten wir eine Bekannte gefragt, ob sie mit ihrer Spiegelreflexkamera immer mal wieder ein paar Fotos schießen würde. Das macht jeder gerne und es ist dann auch im Gegenzug ein tolles Hochzeitsgeschenk von ihr/ihm für euch 😉

Zum Schluss möchte ich euch noch eins mit auf den Weg geben. Ich wurde nämlich auch gefragt „Was war anders zu deiner ersten Hochzeit?“ Ich könnte viele belanglose Dinge aufzählen, aber eine Sache, die mir wirklich unglaublich wichtig ist und an der ich auch den entscheidenden Unterschied sehe ist: Ich habe unseren Hochzeitstag zusammen mit meinem Herzmann verbracht! Von Anfang bis Ende! Bis auf die Toilettengänge 😉

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Mein Exmann und ich hatten eh kaum Gemeinsamkeiten, deswegen waren wir wohl auch lieber mit Freunden unterwegs, statt miteinander. Und dann dachte ich noch, das soll ein tolles Fest für meine Gäste werden, ich muss mit jedem reden, ich muss es jedem recht machen.
FALSCH! Es ist EUER Fest, es muss EUCH gefallen, die Erinnerungen daran solltet ihr an EUCH GEMEINSAM haben. Das ist der erste „offizielle“ Tag eures gemeinsamen Lebens und den solltet ihr auch gemeinsam erleben!

Hier nochmal alles Wichtige kurz zusammengefasst

  • Ebenerdige Location
  • Kleid mit Trägern
  • Hochsteckfrisur
  • kleiner und leichter Brautstrauß
  • Babysitter der nicht zur Familie gehört, dem ihr eure Kinder aber trotzdem problemlos
    anvertrauen könnt
  • Wickelbereich
  • Hochstühle
  • Kleines Geschenk für die Kids: Malbuch und Süßes – Hier hat sich Bridezilla Juli übrigens mal etwas ausgedacht, ein eigenes DIY-Malbuch
  • Essen für die Kids: Pommer & Spätzle
  • Extra Zeit fürs Kind richten einplanen
  • Wer nimmt den Kinderwagen, den Kindersitz und die Wickeltasche? Und wer nimmt das
    Kind?
  • Genug Nahrung für Flaschen-/Breikinder dabei haben
  • Wasserkocher vorhanden?
  • Fototermin an einem anderem Tag – hierfür evtl. ein 2. Hemd und ein 2 Outfit fürs Kind
    kaufen,  falls zum Waschen keine Zeit mehr ist

So, jetzt muss ich aber langsam ein Ende finden! Dabei hab ich bestimmt noch etliche Sachen vergessen und ihr steht noch mit der ein oder anderen Frage da: Falls dies wirklich der Fall sein sollte – ihr dürft euch gerne bei mir melden und mich löchern. Entweder auf Instagram – butter_blume_b oder per eMail floundbettina@web.de

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar gute Tipps mit auf den Weg geben. Wie es für euch passt, das müsst ich nun selber schauen.

Ich wünsche euch aber unendlich viel Spaß bei den Vorbereitungen eurer Hochzeiten – das ist eine ganz besondere Zeit – genießt sie. Und vor allem: Genießt dann auch euren Tag – als Ehepaar!

Die Dienstleister im Überblick:

Danke, sagen die Bridezillas

Liebe Bettina,

danke für Deine bezaubernd, ehrliche Art! Wir haben es sehr genossen und wünschen Euch alles, alles Liebe und Gute für Eure Zukunft!

Deine Bridezillas

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Ein Kommentar

  • Reply
    Sina
    10. August 2016 at 21:15

    So ein toller Bericht. Ich fand es extrem interessant, weil mir einige Locations bekannt sind.
    xoxo & liebste Grüße ?
    Sina von https://CasaSelvanegra.com

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