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Brauterlebnis: Gästeliste schreiben

Ein schwieriges Thema welches mich persönlich sehr lange beschäftigt hat. Wer ist ein Muss, wer ein Kann? Wen will ich sehen, wen muss ich sehen? Wie klein oder groß wollen wir überhaupt feiern? Und was kostet uns das überhaupt?  Wir haben, wie jedes Brautpaar, viele Entscheidungen treffen müssen. Und dennoch sind wir mit dem Endergebnis der Gästeliste sehr zufrieden. Wie wir vorgegangen sind, Tipps, Ratschläge und ein Hauch von Drama in diesem Blogpost! Aber am besten beginne ich ganz vorne…

WIR SIND VERLOBT – Ich denke es war bei mir ganz genau so, wie bei allen frisch Verlobten Frauen: Dauergrinsen im Gesicht und irgendwie fliegt man die ersten Tage nach der Verlobung richtig durch ́s Leben. Das Glück füllt den ganzen Körper aus und man strahlt einfach nur noch. Mein Herzmann und ich waren uns innerhalb von zehn Minuten einig, wir heiraten am 13.5.2016. Nachdem dann der erste Muskelkater im Gesicht vorüber war, mein Herz wieder im normalen Rhythmus schlug und ich realisierte, dass ich bald eine Ehefrau sein werde, stürzte ich mich von einem Gedanken in den nächsten.Und auch die Frage, wer soll mit uns diesen Tag verbringen, stellte sich so langsam ein… die Gästeliste. Bis wir unsere endgültige Gästeliste in den Händen hatten vergingen sechs Monate. Da wir über ein Jahr Zeit zum planen unserer Traumhochzeit haben, war diese Bedenkzeit auch einfach gegeben. Zukünftigen Brautpaaren mit genügend Zeit kann ich nur raten, nicht zu überstürzt Einladungen zu versenden und sich über jeden Gast genaue Gedanken zu machen.

Man beginnt damit es der Familie, den Freunden und den Arbeitskollegen zu erzählen: Wir heiraten! Und das ist auch schon mal ein ganz wichtiger Punkt mit dem man einfach rechnen muss: Nicht jeder eurer Gäste wird vor Vorfreude so ausrasten wie vielleicht die beste Freundin, die Eltern oder die Geschwister. Ihr erkennt an der Reaktion der Leute, wer sich wirklich von ganzen Herzen und absolut ehrlich für euch freut. Wir haben leider auch die Erfahrung machen müssen, auf skeptische, neidische oder sogar bösartige Reaktionen zu treffen. Obwohl 99% der Menschen absolut positiv gestimmt war, verletzten mich manche Dinge. Sätze wie „Was? Jetzt schon?“ oder „Seid ihr euch sicher?“ meine ich damit auch nicht. Eher Aussagen wie „Ich finde es scheiße, dass ihr heiratet…“ Im Austausch mit anderen zukünftigen Bräuten habe ich gemerkt, dass es aber nicht nur mir so geht. Anscheinend kriegt jedes Brautpaar mit ein paar „Komplikationen“ in dieser Richtung zu tun. Bei einigen ist es die Schwiegermutter, die sich sehr verhalten freut. Beim nächsten die jahrelange Freundin aus Kindertagen. Uns war schnell klar, wer sich nicht ehrlich für uns und unsere Liebe freut, muss leider zu Hause bleiben.

Nachdem nun alle wussten, dass wir für immer JA sagen werden, nahmen wir uns das erste Mal Zeit, Zettel und Stift. Wir schrieben alle Leute auf. Wirklich alle! Familie, Freunde, einfach jeden der irgendwie ging. Dann zählten wir und waren uns sofort sicher: Wir sind pleite, wenn alle kommen! Schnell kürzten wir die, die lange nichts von sich hören ließen oder Verwandte, die nicht mal zum Geburtstag anrufen. Familie ist kein MUSS. Eine wichtige Regel. Man kann nun mal einfach nicht mit jedem gut Kirschen essen. Und wer sich sonst nicht meldet, wird einfach nicht eingeladen. Es gehört sich aber so? Unsere Hochzeit, unsere Regeln. Wir wollen nur Leute um uns haben, die sich hundertprozentig für uns freuen, hinter uns stehen und uns unterstützen. Keine neugierigen Verwandten, missgünstige Freunde oder ähnliches.

Wir fingen an alle farblich zu sortieren. Wer auf keinen Fall fehlen durfte wurde grün markiert, andere gelb oder grün. Dadurch wurde die Liste schnell kürzer und wir landeten bei 70 Personen inklusive Kinder und Partner. Auch hier gibt es ein gewisses Einsparpotenzial. Wollt ihr mit Kindern feiern oder den Partner bzw. die Partnerin eurer Freunde? Wir haben uns dafür entschieden und somit unseren Weg gefunden.

Für mich war es sehr hilfreich eine Exel-Tabelle anzulegen. Eine Übersicht aller Gäste inklusive Adresse und Telefon. Jedes Mal, wenn sich dann etwas veränderte, habe ich die Datei überschrieben und alles war auf dem neusten Stand. So eine Übersicht ist ebenfalls klasse für die Trauzeugen. Die können super einfach damit arbeiten (Die Mädels, die ich gerne zu meinem JGA dabeihaben möchte, habe ich grün markiert). 

Und dann ist da auch einfach noch das Leben. Das was um einen herum passiert. Außerhalb der Hochzeitsblase. Menschen die nicht nur an Tischdeko und Brautkleider denken wie wir Bridezillas. Wege trennen sich. Wir haben kaum Tanten oder Onkel bzw. Cousin oder Cousine eingeladen. Meine älteste Freundin hat keine Einladung erhalten. Die Band meines Freundes hat sich aufgelöst und nur ein Mitglied kommt. Die Gästeliste kann sich bis zu dem Tag der Trauung noch ein dutzend Mal ändern. Gäste sagen ab, werden krank, trennen sich vom Partner, streiten sich, versöhnen sich, kriegen Kinder…

Das habe ich aus all dem gelernt und bin somit viel entspannter.

Sechs Monate nach der Verlobung kann ich das alles belächeln und mich auf eine Hochzeit mit fantastischen Gästen freuen!

Eure Doreen

Doreen ist die letzte unserer „Bridezillas to be“. Sie ist 25 Jahre alt, kommt aus Sachsen und heiratet ihre große Liebe im Mai 2016. Doro liebt das Meer und ihren Hund der im Mai die Ehre haben wird dem Brautpaar die Ringe zu überreichen. Ob Doro unsere Bridezilla wird lest ihr hier am 11. September 2015.

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